Sweet & Hot Apricot Chutney – Fruchtig-scharfes Aprikosen-Chutney

Basics, Canned & Pickled, Eingemachtes, Grundrezepte, Sommer, Summer, Vegan

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Besides mountain hiking, swimming in the sea, or having pick-nicks: is there anything better to do in summer but to spend a day with friends in the garden, especially a garden with a most lovely fruit tree? Lucky me – a good friend of mine had invited for weekend to plunder her apricot tree packed with tons of beautiful, fully ripened fruits. Each of the five of us went away that day with several pounds of fruit after a wonderful afternoon with – make a guess – home-made apricot cake.

In the end, I found myself processing juicy and unbelievably aromatic apricots all Saturday night long. One of my apricot season staples is a spicy chutney. We love the classic mango version a lot as well, but since I try to take as many seasonal and local food into my cookerie as possible (and since apricots perform greatly in a chutney), this is our favorite. But of course, you can try the recipe with your local fruit varieties as well.

With its sweet, hot, and spicy flavors, this chutney is wonderful to have at a barbecue, but it’s a true match also with cheese, a spicy addition to your sandwich spread or a good companion with oven-baked vegetables. Later that night and with still lost of apricots left, I also cooked a few jars of apricot jam with curcuma, cinnamon and rose petals, as well as some apricot curd. Give it a try and just replace the juice in your lemon curd recipe with the double amount of mashed apricots – you will love it.

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Ingredients for 3 jars à 290 ml or 5-6 à 160 ml:

1 kg fully ripe apricots, cleaned
250 g onions, sliced
½ tsp. hot chili flakes
10 g fresh ginger, finely grated
200 g raw sugar
250 ml white wine vinegar
1 tsp. sea salt

Preparation:

Put the cleaned jars, lids, and rubber bands into softly boiling water for 5 minutes and let air-dry on a clean kitchen-towel. Next, prepare the apricots: cut them crosswise and pour with boiling water, let rest in the water for 1/2 to 1 minute depending on consistency and rinse with cold water. Now, peel the apricots (which is very easy after this procedure) and cut into quarters or eighth, depending on the size.

In a big casserole, mingle all ingredients including apricots and bring to boil. Reduce the heat, close the lid and cook gently for thirty minutes. Thoroughly stir every few minutes, and stir carefully, but constantly (with open lid) during the last 5 minutes at higher heat. If there’s too much liquid (which depends on the juiciness of the fruits), open the lid earlier and allow the liquid to reduce a bit. The texture in the end should be not too thick, but far from runny.

Remove the chutney from heat, immediately pour into the prepared glasses and thoroughly close the lids. You can also use twist-off jars instead of canning jars for this. If you do so, turn the jars upside down for five minutes, then turn back. However, don’t do this with canning jars – the liquid will pour immediately since the vacuum builds up only later.

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By the way: as a little contribution to our coffee & cake garden happiness, I had made a soft version of amaretti based on a recipe that I had discovered at Daryas blog Tortore. You can find her gorgeous recipe here – it’s done very easily (I made just a few changes since I had neither pistachios, nor cherries at hand).

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Kurz & gut

Mal abgesehen vom Herumtollen im Gebirge oder vom Planschen im Meer mit anschließendem Strand-Picknick: Gibt es im Sommer etwas Schöneres, als an einem sonnigen Samstagnachmittag im verwunschenen Garten einer lieben Freundin Aprikosenkuchen essen? Und danach zu fünft den unter seiner Last süßer, reifer Früchte ächzenden Aprikosen-Baum zu plündern – auf den ausdrücklichen Wunsch seiner Besitzerin natürlich –, um anschließend nochmal Aprikosenkuchen zu backen?

Aber so viel Kuchen hätte ich gar nicht in den Ofen schieben können, um die vielen Kilos Obst zu verarbeiten, mit der jede von uns am Abend glücklich von dannen zog. In meinen Augen glitzerte beim Pflücken vielmehr bereits C wie Chutney, denn Aprikosen-Chutney muss ich in der Saison mindestens einmal kochen. Natürlich mögen wir auch das Original mit Mango sehr gern, aber da ich gern nach Saison und aus der Region verarbeite (und Aprikosen in einem Chutney wirklich hinreißend sind), ist das unser Liebling. Und natürlich kann man jedes andere süße, vollreife, leicht mürbe Obst verwenden, dass zum gegebenen Zeitpunkt gerade um die Ecke wächst.

Also habe ich am Samstag bis spät in die Nacht hinein diese perfekte fruchtig-scharfe Beilage zum Beispiel zum Grillen, zu Käse oder zu im Ofen gebackenem Gemüse eingekocht. Und weil danach immer noch so viele Früchte übrig waren, gab es noch Marmelade mit Kurkuma und Rosenblütenblättern und etwas Aprikosen-Curd. Kurkuma steht Aprikosen sehr gut, und den Curd bekommt ihr ganz leicht hin, indem ihr in Eurem Lemon-Curd-Rezept den Saft durch die doppelte Menge Aprikosen-Mus ersetzt. Und nun gibt es Chutney.

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Zutaten für 3 Einmachgläser à 290 ml oder 5-6 à 160 ml:

1 kg vollreife Aprikosen, gewaschen
250 g Zwiebeln, halbiert und in Ringe geschnitten
1/2 TL scharfe Chili-Flocken
10 g frischer Ingwer, fein gerieben
200 g Zucker
250 ml Weißweinessig
1 TL Salz

Zubereitung:

Zuerst die gereinigten Gläser, Deckel und Gummiringe für fünf Minuten in kochend heißes Wasser geben und auf einem sauberen Handtuch lufttrocknen lassen.

Die Aprikosen kreuzweise einritzen, je nach Konsistenz und Reifegrad für 1/2 bis 1 Minute in kochend heißes Wasser geben, herausnehmen und kalt abschrecken. Die Haut abziehen (das sollte jetzt ganz leicht gehen). Halbieren, Kerne entfernen und jeweils achteln.

Alle Zutaten inklusive der Aprikosen in einem großen Topf mischen und einmal aufkochen. Hitze reduzieren und bei geschlossenem Deckel 30 Minuten leise köcheln lassen, dabei immer wieder mal umrühren. Während der letzten 5 Minuten den Deckel öffnen, Hitze hochstellen und vorsichtig, aber dauerhaft rühren. Sollte sich zu viel Flüssigkeit gebildet haben, was abhängig ist von der Saftigkeit der Früchte, diesen Schritt früher beginnen. Die Konsistenz sollte nicht zu dicklich sein, aber auch nicht dünnflüssig.

Das heiße Chutney sofort in die vorbereiteten Gläser füllen und fest verschließen. Man kann auch Twist-Off-Gläser verwenden – in dem Fall die Gläser nach dem Verschließen für 5 Minuten auf den Kopf stellen. Mit Weckgläsern sollte man das lieber nicht versuchen – eine Riesen-Plötterei würde die Folge sein, da sich das Vakuum hier erst etwas später aufbaut (jedenfalls meiner Erfahrung nach). Kühl und dunkel lagern.

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Übrigens: Als guter Gast hatte ich natürlich einen Beitrag zur Kuchenschlacht im Garten geleistet und köstliche Soft-Amarettini nach Daryas Rezept auf ihrem schönen Blog Tortore nachgebacken. Ein Gedicht, an dem ich nur wenig herumgeschraubt habe mangels Pistazien und betrunkene Kirschen (die ich durch noch mehr Mandeln und getrocknete, eingeweichte Cranberries ersetzt habe).

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17 thoughts on “Sweet & Hot Apricot Chutney – Fruchtig-scharfes Aprikosen-Chutney”

  1. Aprikosen? Im verwunschenen Garten einer lieben Freundin? Also nicht am Mittelmeer sondern irgendwo in Deutschland? Wow. Und dann sehen die auch noch so toll aus. Ich gestehe Neid. Und gönne sie dir von Herzen – zumal du so gute Sachen daraus machst 🙂

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    • Lieben Dank, Antje!
      Nicht wahr, ein Aprikosenbaum im Garten einer Freundin mitten in Berlin ist fast schon Zauberwerk, ich konnte das unerwartete Ernte-Glück auch kaum fassen. Und die schmecken – aber das kennst Du ja aus Deinem eigenen Garten mit so vielen tollen Dingen darin (da ist Dir wiederum mein Neid sicher 🙂 ), reif gepflückt ist unerreicht. Lieben Gruß!

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  2. Ganz schöner “Verarbeitungsstress”. 😉 Das Chutney sieht sehr appetitlich aus und deine Fotos, na, du weißt schon. 🙂
    Schönes Wochenende,
    Eva

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  3. Hmmm apricot “ketchup”! Looks amazingly delicious, I know I’d love this, and it is so easy to make too. Thanks for the shout out about amaretti, I am glad you liked them!

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    • Thank you, Darya! The cookies were just wonderful, thanks a lot for the inspiration.
      Great idea – if you mash the chutney, it could indeed be used as ketchup :-). I will try this, soon!

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  4. Apfelchutney! Das geht doch, oder? De Äpfel an unserem Bäumchen wollen nämlich bald schon daran glauben.

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    • Ich glaube bestimmt, dass das Chutney auch mit Äpfeln sehr lecker wäre, vielleicht dann mit Apfel- statt mit Weißweinessig? Irgendwie ist mir auch so, als hätte ich vor einer Weile auf einem Blog von Apfel-Chutney gelesen, aber mir fällt gerade nicht ein, wo.

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  5. Schön… 🙂 Nicht, dass du denkst, ich lese nimmer mit. Ich hab nur fast nie Zeit, auch zu kommentieren. Aber da heute Samstag ist und ich – noch – allein mit meinem Latte Macchiato hier sitze, lasse ich dir herzliche Grüße aus dem voll fruchtenden Kraichgau da: Bei mir im Garten sind es vor allem die Reineclauden, die so üppig vom Baum leuchten.
    Yushka

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    • Wie schön, von Dir zu lesen, liebe Yushka! Ich freue mich über Deinen Besuch (und habe übrigens kürzlich bei Dir ein Rezept für Ensaïmada entdeckt, das noch des hiesigen Nachbackens harrt 🙂 ). Mmmh, Reineclauden – ich bin gespannt, was Du daraus machst. Lieben Gruß!

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  6. Wunderbar! Ich liebe Aprikosen, normalerweise koche ich sie einfach so ein mit ein wenig Kardamom und Thymian, aber Deine Chutney-Variante kllingt doch zu verlockend. Eine ähnliche Variante habe ich zwar schon mit Stachelbeeren zubereitet, die haben uns dieses Jahr eine sehr üppige Ernte beschert, ebenso wie die Reineclauden, die uns mit ihrer schieren Masse dieses Jahr erschlagen wollen… aber da wird noch Platz sein dazwischen für ein Gläschen Aprikosenchutney 😉

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    • Oh, wenn Du’s ausprobieren magst bin ich gespannt zu hören, wie Dir das Chutney gefällt, Julia! Mit Reinclauden stelle ich mir das aber auch sehr lecker vor, wenn die bei Dir eh weg müssen ;-). Kardamom und Thymian finde ich übrigens eine spannende Kombination.

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  7. Pingback: Weiche Amarettini mit Amarenakirschen und Kokos | magentratzerl

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