Autumn Evening: Carbonara, Black Kale & White Truffles versus Banana & Almond Bread-Rolls – Herbst-Abend: Carbonara, Schwarzkohl & weiße Trüffeln versus Bananen-Mandel-Brötchen

Autumn, Herbst, Pasta and Grains, Pasta und Getreide

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After a particularly long working week, “the morning after” often looks like this: the fridge is rather empty, but the longing for most rustic culinary treats is vast. This combinations sometimes ends up in culinary treats far beyond style and elegance, but full of heart & soul. Yesterday, for example, we had roasted St. Galler bread for a sandwich with roast potatoes, remains of some Gravlax, dill sauce, and fried eggs. Sounds strange, doesn’t it…

Therefor, the evening called for a little more sophistication, and when I bought a small white truffle with big flavor from Eva & Paolo at Markthalle Neun in the late afternoon which joined some black kale that I got from the neighbouring stall, I had Carbonara on my mind. Kale & truffles are just excellent with eggs which I could experience already last year.

All that beauty and flavor was just for me since Arne is neither fond of kale, nor of truffles if they are more than a little sidekick. He preferred to bake bread-rolls again instead at his place, and he used a muffin pan for portioning which – due to the rising dough which he hadn’t taken into account – resulted in beautifully imperfect bread-roll shapes. Thus we had a simultaneous culinary autumn evening – and I guess that in near future we will transfer our common baking sessions to his apartment rather than mine since my darling has the far better oven.

The recipe for the bread-rolls is still under constructions, thus there’s just pics today from this part of our culinary sync action, and the pasta recipe follows below.

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Pasta alla carbonara with black kale & white truffles

Ingredients

150 g fresh pasta
1 white truffle, cleaned (20 g)
3 egg-yolks
2 tbsp. cream
1 tbsp. Grated parmigiano
sea-salt
freshly ground white pepper
1 shot of hazelnut brandy
1 pinch of Quatre épices (mixture of cinnamon, nutmeg, clove and white pepper)
a few leafs of black kale
a little butter

Preparation

Clean the kale and cut off the stems. Cut the leafs into strips and the stems into find slices. Blanch for 30 seconds in boiling salted water, than drain and rinse with cold water. Cut a piece off the truffle (about 1/5) and finely chop. Mix with egg-yolks, cream, cheese and nut brandy, salt and pepper to taste.

Gently roast kale strips and slices in butter, salt and pepper to taste and flavor with Quatre épices. Cook pasta al dente and drain, it should remain a little moist however. Immediately mix with the egg mixture and add the kale. Serve and finely slice the truffle at table on top of the pasta.

The flavor of black kale is similar to kale, but softer. If you replace one with the other, take young leaves and roast a little longer. The carbonara sauce is a quite light version and only covers the noodles slightly – if you like a bit richer version, double the amount of ingredients.

By the way: the pasta pics have been shot with a new member to our little camera family, a Lumix DMC-GX7. It’s a lovely little system camera with interchangeable lenses that had been among our prizes at Food Blog Award 2014, and since we are asked about photography so often, we thought about starting a little series about cameras on the blog soon, starting with this new camera. And now, have a lovely Sunday, everywhere!

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Kurz & gut

Der Morgen nach einer besonders langen Arbeitswoche sieht bei uns oft so aus: Der Kühlschrank ist fast leer und der Appetit auf Rustikalstmögliches grenzenlos. Heraus kommen dann manchmal Reste-Kreationen, die mich an meinem Stilgefühl zwar zweifeln lassen, aber in solchen Momenten unglaublich lecker sind. Gestern etwa gab es zum Frühstück krachknusprig geröstetes St. Galler von neulich, mit Resten von Graved Lachs, Dill-Sauce, Bratkartoffeln und Spiegelei zum Freestyle Sandwich vereint. Immerhin habe ich das Niemals-nicht-auf-keinen-Fall-Käse-zu-Fisch-Gebot beachtet und diesen allerletzten Vorratsrest einer sinnvolleren Verwendung zugeführt.

So viel glückselige Banausenhaftigkeit brauchte am Abend ein etwas distinguierteres Gegengewicht. Nachdem ich am späten Nachmittag bei Eva & Paolo aus der Markthalle Neun ein weißes Trüffelchen erstanden hatte, das betörend duftete, und am Nachbarstand das vorletzte Bund Schwarzkohl erstand, schwebte mir eine schöne Pasta Carbonara mit Kohl und Trüffeln vor. Wie gut die zwei mit Ei zusammenpassen, habe ich bereits im letzten Winter herausgefunden.

Weil das nicht so Arnes Ding ist, hatte ich die ganze Pracht für mich – und er hat derweil bei sich zu Hause erneut mit Brötchen experimentiert, diesmal mit Banane und Mandeln. Zum gleichmäßigen Portionieren hat er ein Muffinblech verwendet, nicht bedenkend, wie sehr der Teig noch aufgehen würde, aber ich finde das wild nach allen Richtungen gewachsene Ergebnis hinreißend. Und ich denke, dass wir künftig auch unsere zweisammen Backaktivitäten dringend in Arnes Wohnung verlegen müssen. Zwar liegt der Schwerpunkt unserer gemeinsamen Mahlzeiten eindeutig in meinen vier Wänden, aber er hat ganz klar den besseren Ofen von uns beiden. Hätten wir auch schon mal eher drauf kommen können.

Am Brötchen-Rezept wird noch gefeilt, von diesem Teil unserer Synchron-Aktion gibt’s erst mal nur Fotos. Und gleich kommt das Pasta-Rezept.

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Pasta alla carbonara mit Schwarzkohl & weißen Trüffeln

Zutaten

150 g frische Pasta
1 weiße Trüffel, geputzt (20 g)
3 Eigelb
2 EL Sahne
2 EL frisch geriebener Parmesan
Meersalz
weißer Pfeffer aus der Mühle
1 Schuss Haselnussbrand
1 Prise Quatre épices (Gewürzmischung mit Zimt, Muskatnuss, Nelke und weißem Pfeffer)
einige Blätter Schwarzkohl
etwas Butter

Zubereitung

Kohlblätter putzen und die Mitelrippen herausschneiden. Blätter in Streifen und Mittelrippen in feine Scheiben schneiden. 30 Sekunden in kochendem Salzwasser blanchieren, abgießen, abschrecken. Von der Trüffel einen Anschnitt abschneiden (ca. 1/5 der Trüffel) und fein hacken. Mit Eigelb, Sahne, Parmesan und Nussbrand gut verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Kohlstreifen und -rippen kurz in der Pfanne in Butter schwenken und mit Salz, Pfeffer und der Prise Quatre épices würzen. Pasta al dente kochen und abgießen, sie darf noch etwas feucht sein, sofort mit der Eimischung vermengen und dabei gründlich rühren, gegebenenfalls etwas Kochwasser zufügen (beim Abgießen auffangen). Kohlstreifen unterheben, servieren und die angeschnittene Trüffel am besten direkt bei Tisch frisch über die Pasta hobeln.

Das Aroma von Schwarzkohl ist Grünkohl nicht unähnlich, aber deutlich feiner. Man kann ihn durch Grünkohl ersetzen, ich würde in dem Fall empfehlen, die zarten Blätter zu verwenden und etwas länger in der Pfanne zu lassen. Die Carbonara ist sehr leicht und benetzt die Pasta nur leicht – wer die volle Eigelb-Sahne-Packung wünscht, verdoppelt einfach die Menge.

Die Pasta-Fotos sind übrigens mit unserem neuen Kamera-Zuzug entstanden, der Lumix DMC-GX7, die zu unseren Preisen beim Food Blog Award gehörte. Das ist eine schöne, handliche System-Kamera mit Wechsel-Objektiven, die Arne und ich hier demnächst mal vorstellen werden – wir werden izwischen so häufig auf das Thema Fotografie angesprochen, dass wir dachten, auf dem Blog mal eine kleine lose Serie zu Kameras zu starten. Und nun einen schönen Sonntag alle zusammen!

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"Food with a View - Berlin Food & Photography" is about urban recipes and photographs from a tiny Berlin Mitte kitchen and the rest of the city. Join us!

22 thoughts on “Autumn Evening: Carbonara, Black Kale & White Truffles versus Banana & Almond Bread-Rolls – Herbst-Abend: Carbonara, Schwarzkohl & weiße Trüffeln versus Bananen-Mandel-Brötchen”

  1. As the cold weather outside bites, pasta and bread are exactly the sort of sustenance I think of. Your pics look comforting, bold flavoured and utterly tempting. X

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  2. Kale!!!! Liebe Claudia, das ist ja ein perfektes Line-Up meiner Lieblinge. Palmkohl und Trüffel. Da hätte ich auch schon mal früher drauf kommen können. Und das mit dem Haselnuss Brandy liest sich hervorragend. Kann ich mir sehr gut dazu vorstellen.

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  3. Ach ich liebe deine Rezepte. Neu, anders, nicht 08/15. Toll, so mag ich das!

    Liebe Grüße,
    Denise

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  4. Das mit dem Teig, der sich klammheimlich aus der Form bewegt, kommt mir irgendwie sehr bekannt vor. 😉
    Deine wilden “Restepasta” gefallen sehr, zu blöd, dass wir in Berlin keine Zeit hatten, uns so einen kleinen Trüffel zu besorgen – nächstes Mal!
    Liebe Grüße,
    Eva

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    • Nicht wahr, Teig bewegt sich gern mal, wie er will :-).
      Prima, dass Dir die Pasta gefällt – und ein Trüffelbesuch Besuch bei Eva & Paolo würde Dir und Euch beim nächsten Mal bestimmt viel Spaß machen :-). Lieben Gruß zurück!

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  5. Wie lecker! Und wenn ihr in zwei Küchen parallel arbeitet ist das ja geradezu genial…
    Ich beneide euch um die Markthalle 9, wünschte ich könnte mal eben gerade so um die Ecke…, aber immerhin gibt es Schwarzkohl beim Biobauern, wenn ich über den Berg fahre! Gut, dass du mich erinnert hast..
    Liebe Grüße
    Cheriechen

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    • Wir haben den Zwei-Öfen-Status nie genutzt, aber seit Backen öfter auf dem Plan steht, rückt das ins Blickfeld.
      Die Markthalle Neun in der Nähe zu haben, ist tatsächlich wunderbar, aber ein Bio-Bauer über’m Berg klingt auch toll :-). Liebe Grüße zurück!

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  6. Die Muffin-Teilchen sehen bezaubernd aus! Ich mag das wilde-rustikale daran 🙂

    Und von der Pasta würde ich auch gerne mal probieren. Bisher kann ich mich nur bedingt an Trüffel erfreuen, aber ich probieren gerne immer wieder 😀

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    • Arne dankt für das nette Lob des Wild-Rustikalen :-). Und ich finde das ja auch schick.
      Ich habe schon einige Trüffel-Skeptiker bekehrt ;-). Sorte, Dosierung, andere Zutaten, da spielt ja viel rein. Aber der Geschmack ist schon prägnant, und ich verstehe das vollkommen, wenn einem das eher weniger liegt.

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  7. afracooking says:

    Fabulous recipe! The truffle really adds some sophistication to this humble (but always delicious) dish! My fridge is rather empty as well, so am thinking I need to treat myself to a similar reward 😉

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    • Great that you like it, Afra! Sometimes, dishes made with last remains from the fridge are quite comforting (however, the truffled pasta for dinner followed some extended food shopping, it’s the crazy salmon, potato & fried eggs sandwich in the morning mentioned in the beginning of the post that had been the remains treat 😉 ).

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  8. Also wenn so ein Wochenendfrühstück bei Euch aussieht, dann finde ich das mehr als stilvoll 🙂 Die Brötchen sehen übrigens wirklich zu hübsch aus, rund kann ja jeder, aber so ein explodiertes Hefeteilchen ist doch um einiges charmanter. Die Pasta dagegen klingt nicht nur charmant, sondern grandios, wie schön, dass es wieder Schwarzkohl gibt!

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    • Lieben Dank, Julia :-). Es war ein bisschen ein wilder Mix, aber tatsächlich lecker ;-). Ich freue mich auch, dass es schon Schwarzkohl gibt, er ist im Vergleich zu Grünkohl ja ein bisschen milder, das passt manchmal ganz gut.

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  9. Also ich finde ja dein spontanes Restefrühstück klingt sehr lecker. 😉 Und die Pasta – schon so richtig winterlich! Da kann das kalte Wetter ja kommen!
    LG Nele

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