Amarena!

Dessert, Gluten-Free, Glutenfrei, Nachtisch, Sommer, Summer, Vegan

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I guess this is the fifth post in a row about fruits, isn’t it. But I can’t help it – I just love berries and apricots and cherries, and before the latter’s season ends, I want to show you what to possibly prepare with it besides having them just like this or as a topping for a gorgeous New York cheese cake. And indeed, the Italian treasure called Amarena cherries will make a wonderful addition to your cheesecake as well.

It had been a year ago that Sybille of Tomatenblüte had posted the recipe, and I waited a whole year to re-cook it. It is amazingly sweet (has to be that way, otherwise it’s not Amarena) and deep in flavor, and I was absolutely curious whether a home-made express version of amaretto would work. Normally you need almonds and the pits of apricots for this, and above all, you need a lot of time for the liqueur-to-be to infuse. Hence, for the time being, this has been no solution for me, but the express version performs well and has that deep marcipan taste of real Amaretto as well.

And now, thanks a lot, Sybille, for your gorgeous recipe!

Ingredients for three jars of 160 ml each:

500 g cherries (like Sybille, I used sweet ones, but many use sour cherries as well)
500 g raw sugar (Sybille used half brown, half white sugar)
juice of 1/2 a lemon
200 ml amaretto (you can buy it or make it on your own*)

*For the home-made express Amaretto:

150 ml Vodka
100 g raw sugar
1/2 a vanilla pod
a few drops of bitter almond oil

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Preparation:

In case you want to try home-made amaretto, prepare this one first. Cut the half vanilla pod lengthwise in two, add to all the other ingredients and warm up at low heat until the sugar has meted and emulated with the liquid. Put aside (and leave the vanilla pod in the liquid).

Clean the cherries and take out the pits with a pitter. Mix with all other ingredients and let soak and get juicy overnight. Next morning, boil up cherries and liquid for a short moment and let rest again till the evening. To keep the cherries in the liquid, put a glass lid of a small canning jar on the top of liquid to dip the cherries in. In the evening, drain the cherries and keep the liquid, bring to boil and gently cook until you get a sirupy consistency. Pour the liquid over the cherries and let rest again until the next morning. Repeat the draining and cooking procedure (just the liquid, not the cherries) until you get a sirupy constency again.

Take the vanilla pod (the one from the amaretto preparation in the beginning) off the cherries, put the cherries in canning jars that you have sterilized and air-dried before (like described in te jam recipe in the end of this post) and pour the liquid over the cherries. Close the lids. The high amount of sugar will keep the fruits fresh and will infuse them more and more in the course of time. According to Sybille, you will have to wait until Christmas to get the full taste. To enjoy this pleasure, I will have to repeat the procedure soon, since the cherries are so will even now – especially with home-made chocolate ice-cream and cornets. Soon on the blog.

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Kurz & gut

Schon wieder Obst, bereits der fünfte Post in Folge – und die Krönung kommt zum Schluss, bevor es demnächst dann auch mal wieder herzhaft oder zumindest unfruchtig wird. Vor ziemlich genau einem Jahr hat Sybille auf ihrem von mir sehr geschätzten Blog Tomatenblüte ein Rezept für Amarena-Kirschen gepostet, diese herrlichste aller Kirschensünden aus Italien. Und bevor die diesjährige Kirschen-Saison zu Ende geht, habe ich mich voller Vorfreude ans Nachkochen gemacht, zunächst mit einer kleinen Portion.

Wo ich mal dabei war, hat es mich geritten, auch den für dieses Rezept benötigten Amaretto in einer Express-Variante selbst zu machen. Unter normalen Umständen bin ich keine große Amaretto-Freundin, aber zum einen entwickelt er mit den Kirschen eine wunderbare geschmackliche Eigendynamik, und der – übrigens ganz einfache – Eigenbau hat zudem den Vorteil, dass man Aromen-Intensität und Süße selbst einstellen kann. Aus Mandel- und Aprikosenkernen hergestellt müsste er eine ganze Weile ziehen – mit dem entsprechenden Vorlauf wäre auch das mal einen Versuch wert.

Und nun lieben Dank für dieses tolle Kirschen-Rezept, liebe Sybille!

Zutaten für 3 Gläser à 160 ml:

500 g Kirschen (ich habe wie Sybille Süßkirschen verwendet, oft werden wohl auch Sauerkirschen genommen)
500 g Rohrohrzucker (Sybille benutzt halb braun, halb weiß)
Saft 1/2 Zitrone
200 ml Amaretto (gekauft oder selbst gemacht*)

*Für den selbst gemachten Express-Amaretto:

150 ml Wodka
100 g Rohrohrzucker
1/2 Vanilleschote
einige Tropfen Bittermandelöl nach Geschmack

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Zubereitung:

Sofern man keinen gekauften Amaretto verwendet, zunächst die hausgemachte Express-Variante zubereiten. Dafür die halbe Vanilleschote der Länge nach auschneiden, mit dem ausgekratzten Mark zu den übrigen Zutaten geben und alles vorsichtig erwärmen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Beiseite stellen (Vanilleschote in der Flüssigkeit belassen).

Kirschen putzen und entkernen, mit allen übrigen Zutaten vermengen und über Nacht Saft ziehen lassen. Am nächsten Morgen einmal aufkochen, vom Herd nehmen und bis zum Abend stehen lassen. Am besten funktioniert das Ruhen in einem hohen Glas, in dem man oben auf die Flüssigkeit den Deckeln eines Weckglases legt, der etwas kleiner ist als die Öffnung des Aufbewahrungsglases – der Deckel drückt die obenauf schwimmenden Kirschen vollständig in die Flüssigkeit.

Am Abend den Saft ablaufen lassen und auffangen, sirupartig einkochen und wieder über die Kirschen gießen, die man wieder wie beschrieben mit dem Glasdeckelchen beschwert. Bis zum Morgen stehen lassen, wieder die Flüssigkeit ablaufen lassen und einkochen. Die Hälften der Vanille-Schoten (von er Amaretto-Zubereitung am Anfang) aus den Kirschen herausfischen, die letzteren in ausgekochte und luftgetrocknete Gläser füllen, den Sirup darüber gießen und verschließen.

Der immens hohe Zuckergehalt konserviert die Früchte – laut Sybille halten sie jahrelang und werden mit der Zeit immer besser. Bis Weihnachten sollte man sie mindestens ruhen lassen – damit es dazu überhaupt kommen wird, muss ich also dringend nachlegen. Denn das Zeug ist schrecklich lecker, und die drei Gläschen werden schon bald den Weg alles Zeitlichen gegangen sein, vorzugsweise zu selbstgemachtem Schokoladeneis im Knusperwaffel-Körbchen. Bald hier zu lesen.

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19 thoughts on “Amarena!”

  1. Die Amarena-Kirschen habe ich letztes Jahr gemacht – sie versüßen uns grade das tägliche Eis 🙂

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  2. Ich habe sie auch letztes Jahr gemacht, hatte aber weniger Glück als du. Als ich das erste Glas um Weihnachten herum öffnete, empfing mich ein seltsam malziger Geruch. Probiert: ungenießbar. Ich weiß nicht, was ich falsch gemacht habe, vielleicht probiere ich es einfach nochmal.
    Liebe Grüße,
    Eva

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    • Das ist ja schade , lieve Eva! Woran das gelegen haben könnte, weiß ich als Amarena-Anfängerin leider auch nicht – vielleicht waren einzelne Früchte einen Tick überreif? Aber wenn Du’s nochmal probieren willst, wünsche ich Dir ganz viel Erfolg. Lieben Gruß zurück!

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  3. Amarena Kirschen! – das ist für mich so wunderbar “retro”, hat meine Oma sie doch immer gemacht. Ich vermute allerdings, dass sie keinen Wodka dafür genommen hat. Jedenfalls war das im Sommer immer extrem beliebt auf dem Vanille-Eis. Ich weiß schon, wem ich damit eine Riesenfreude machen könnte.
    Liebe Grüße
    Claudia

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    • Retro stimmt irgendwie ;-). Vielleicht hat Deine Oma ja etwas dafür verwendet, wovon ich jetzt schon öfter gehört habe: ein altes Rezept für Aufgesetzten aus Pflaumenkernen, braunem Zucker und Doppelkorn. Soll ebenfalls wie Amaretto schmecken. Lieben Gruß zurück!

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  4. Liebe Claudia,
    welch ein “Clickregen” auf meinem etwas verwaisten Blog 🙂 dank deines Posts. Wenn ich deine grandiosen Fotos anschaue….so,so schön hätte ich das niemals hinbekommen.
    Ich freu mich jedenfalls, dass ich dich ein wenig inspirieren konnte….und jetzt mache ich mir einen Sahnejoghurt mit ein paar Kirschen obendrauf, denn Hunger machen mir deine Fotos auch noch… 🙂
    Ganz liebe Grüße
    Sybille

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    • Lieben Dank für das schöne Foto-Kompliment, liebe Sybille, und vor allem für dieses tolle Rezept von Dir! Ich hoffe, der Sahnejoghurt mit Kirschen hat bestens gemundet, ich esse die Kirschen auch sehr gern auf diese Weise :-). Ganz lieben Gruß zurück!

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  5. Liebe Claudia, umwerfend deine Bilder wie immer 🙂 Ich sehe schon, das ich hier einiges tolles verpasst habe… Manchmal braucht der Tag mehr als 24 Std 😉 Das Rezept von Sybille ist wirklich klasse! Ich habe letztes Jahr zwei große Gläser gemacht. Eins mit Amaretto, eins mit Marsala. Das eine Glas ist schon längst leer und das zweite fast so gut wie. Und mit der Zeit wird es wirklich immer leckerer (anderes Wort fällt mir nicht ein) Danke für die Erinnerung, sonst hätte ich bestimmt den Nachschub verpeilt.
    Sonnige Grüße
    Emma

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    • Lieben Dank, Emma! Und Du hast recht, gerade jetzt im Sommer könnten die Tage gern doppelt so lang sein, damit man nicht nur in der Blogosphäre, sondern vor allem auch draußen nichts verpasst :-).
      Deine Marsala-Idee zum Einmachen der Kirschen finde ich ganz toll, das probiere ich auch mal aus.
      Liebe Grüße zurück!

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  6. Gorgeous photography! I wish I’d known this earlier when cherries were abundant. However, you’ve inspired me to make amaretto. I have some vodka sitting around somewhere, which I don’t drink. Thanks.

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    • Thank you!
      You’re right, in the meantime, cherry’s season tends to an end already, Hope you’re lucky to still find some.
      Home-made amaretto is indeed worth a try, let me know how you like it :-).

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  7. chestnutandsage says:

    Pöh! Bis Weihnachten warten? Was tut man nicht alles für solch einen Genuss 🙂

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  8. Ah! Now I can make my own when my beautiful, jewel-like jar runs out (I am taking it home to Australia with me!). Thank you again my beautiful friend. This is a stunning post x

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  9. Pingback: Big, Beautiful Berlin « Laura's Mess

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