Vitelotte Crisps with Stilton & Port – Vitelotte-Chips mit Stilton & Port

Dessert, Nachtisch, Winter

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You might have already recognized, that regular blogging is still quite a challenge for me, like in December already. I guess I need a new work-life-blog-balance concept 😉 – although the next time-catcher is already at the doors. Today’s urban shot shows a detail of one of its main venues, and you might want to make a guess what event I’m talking about. It’s all about the movies….

Kino International- Berlin 2013

Kino International – Berlin 2013

Today’s recipe is kind of movie stuff as well, especially when we’re talking about home cinema. Let’s be honest: vegetable sticks are so much healthier along with your favorite TV program, but crisps just make for fun, don’t they. These are kind of healthy as well as they are home-made, and the topping is close to some beautiful extravagance. I made the acquaintance of the latter on the occasion of some food shopping in my home-town before Christmas when we spotted a giant Stilton cheese, marvelously drowned in lots of port with colors varying from ivory to green and red. A true beauty! I later learned that Stilton & Port with nutmeg is a popular dessert in Great Britain, and when I returned to Berlin, I wanted to be very British, too.

Like so very often, I couldn’t spot the treat right away, and so I tried to do the port job myself. Normally, I don’t serve as many guests as it needs to have lots of fun with a whole big Stilton cheese, therefor I bought just a piece of it. In case you ever get your hands on the big version, you need to make a hole in the middle and then place a full bottle of port in it – the cheese will then soak in the port within a couple of days. However, the port that I had poured into a tiny tunnel in the middle of my handsome piece of Stilton (which I had digged in with an apple corer) didn’t want to vanish into the cheese. It also didn’t help that I poured a little glass of port myself – so in the end, I had to cut the cheese into little pieces and made them take a bath in the liquid. Didn’t look overwhelmingly beautiful (and the plate’s reflection doesn’t make it better, just doubly), but it tasted really nice – sweet and dark flavors along with the slight edginess of the cheese.

I served the cheese along with some Vitelotte crisps, an old sort of potatoes which looks very beautiful but is a little tricky due to its very compact consistency. The idea had occurred to me first when I discovered vegetable chips in Sally Butcher’s cookbook Snackistan (find my review here), and then Fel!x mentioned on the occasion of my winter vegetable’s French fries that he prepared vegetable chips as well. However, he had warned me about Vitelotte, and he had been right, they are little divas, still raw in one moment and nearly burnt in the next. But I had cut the slices very finely and took good care while they where baking in the oven. I liked the result, crisp and earthy, a good match with the cheese. Hope you have some fun with it!

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Here’s my recipe

Ingredients for one big baking plate and far enough cheese to go along with it:

2 medium-sized vitelotte potatoes
olive oil
salt & pepper

300 g Blue Stilton
2-3 liqueur glasses of port

fresh nutmeg

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Preparation:

With a fork, loosely cut the cheese into coarse pieces and cover with port. Put into the fridge and let soak in for one day – you will need to turn the cheese around every once in a while during that time. The cheese won’t look too beautiful after this procedure, but the taste will be very nice and well-rounded.

Clean the potatoes but don’t peel them. Cut into very fine slices and cover with some olive oil on both sides. Put the slices side by side on a baking plate covered with baking paper and put into the preheated oven (180 °C). Bake for 10-12 minutes – time may vary according to the exact size of slices, so take close attention from minute 10 on. The crisps are done when tiny parts of it start to get slightly brown. You don’t need to turn the crisps within the baking process – at least, I had forgotten about it and they have been crisp on both sides nevertheless. Top right away with some port Stilton and some freshly ground nutmeg and serve on the occasion of Breaking Bad or a live broadcasting of the Met. By the way, the former brings a wonderful blog event name to my mind, Baking Bad… There’s still the truffle’s event running on this blog, but when it’s done, I will come back to this one (and I’m sure there will be no bigger talent to fit the event’s needs than me ;-)).

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Kurz & gut

Zugegebenermaßen klappt das mit dem regelmäßigeren Bloggen im neuen Jahr noch nicht ganz so prima wie geplant – ich bin schon wieder so dünn gesäht unterwegs wie bereits im Dezember und brauche offenbar ein neues Work-Life-Blog-Balance-Konzept (was für ein herrliches Wort-Ungetüm mal wieder). Leider steht der nächste Zeiträuber auch schon fast wieder vor der Tür, denn in wenigen Worten beginnt die fünfte Berliner Jahreszeit. Nein, nicht der Karneval, auch wenn es ähnlich bunt und lustig zugehen wird zu diesem Anlass. Das heutige (obige) Berlin-Motiv zeigt einen Ausschnitt eines seiner vielen Schauplätze, und ich sage nur, dass es um laufende Bilder geht (und habe damit dann eigentlich auch schon alles verraten…).

Dieses Rezept hat auch viel mit Bewegtbildern zu tun, jedenfalls wenn wir vom Fernseh-Abend sprechen. Dazu sind natürlich gesunde Gemüsesticks viel löblicher, aber leckerer sind nun mal Chips, oder? Diese hier sind sogar fast gesund, da selbstgemacht, und haben ein extravagantes Topping, das auch zum anspruchsvolleren TV-Programm passt. Auf letzteres stieß ich erstmalig jüngst zu Weihnachten – also auf das Topping –, und zwar im schönsten Käsegeschäft meiner Heimatstadt. Dort prostete uns in der Auslage ein überdimensionaler Zylinder Blue Stilton zu, malerisch ersäuft in gefühlt zehn Litern Portwein, ein großartiger marmorierter und bröckelig-cremiger Anblick. In Großbritannien ist das zusammen mit Muskatnuss eine überaus populäre Nachspeise, wie ich gelesen habe, und zurückgekehrt nach Berlin wollte ich auch very British sein.

Wie üblich wurde ich zunächst einmal nicht fündig, also habe ich ein Stück alkoholfreien Stilton gekauft und selbst Hand angelegt. In einen ganzen Riesenkäse bohrt man meiner Recherche zufolge einen Tunnel und steckt eine volle Flasche Port kopfüber hinein, bis der Käse ausgetrunken hat. Ein fast dionysischer Spaß also, aber leider bewirten wir selten so viele Fußballmannschaften, wie man mit dieser Menge Käse-Dessert erfreuen könnte, und so wurde aus dem Spaß nur ein Späßchen. Bereits das kleine Stück jedoch machte Scherereien und wollte die Spirituose nicht vorschriftsmäßig aufnehmen, obwohl ich sorgfältig ein hübsches Loch hineingegraben und einen kleinen Portwein-See hinterher gegossen hatte. Etwas ratlos verabreichte ich mir erst mal selbst ein Gläschen.

Ich habe am Ende den Käse zerbröckelt und gebadet – sehr wohlschmeckend, wenn auch optisch unschön (und der leider spiegelnde Teller macht es leider nicht schöner, sondern nur schief-doppelt). Die dazu von mir servierten Chips habe ich aus Vitelotte-Kartoffeln gemacht. Zu selbstgemachten Chips allgemein hatten mich zum einen Sally Butchers Gemüse-Chips im hier rezensierten Snackistan angeregt, und zum anderen berichtete auch Fel!X anlässlich meines Wintergemüse-Pommes-Posts davon, dass er aus Kartoffeln und Gemüse Chips zubereiten würde (lieber Felix, nochmals Dank für die Zusendung Deiner Rezepte dazu). Er hatte mich vor Vitelotte in dieser Hinsicht zwar ein bisschen gewarnt, und er hat recht – in der Knusper-Zubereitung sind sie tatsächlich etwas kapriziös, da sehr kompakt. Aber ich bin den kleinen blauen Knubbeldingern einfach verfallen und habe sie so dünn geschnitten, wie ich konnte (und höllisch aufgepasst, dass sie nicht verbrennen). Das Ergebnis war schön erdig im Geschmack, recht knusprig und passte gut zum Käse. Viel Spaß damit!

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Das Rezept

Zutaten für ein Blech Chips und eine mehr als ausreichende Portion Käse dazu:

2 mittelgroße Vitelotte-Kartoffeln
Olivenöl
Salz & Pfeffer

300 g Stilton
2-3 Likörgläser Portwein

Muskatnuss nach Geschmack

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Zubereitung:

Den Stilton mit einer Gabel zerbröckeln und mit dem Portwein begießen. Im Kühlschrank mindestens einen Tag marinieren und dabei mehrfach die Käsebrocken im Portwein wenden, gern auch zwei oder drei Tage. Der Käse wird dabei geschmacklich runder.

Die rohen Kartoffeln gründlich waschen und ungeschält in sehr dünne Scheiben schneiden. Beidseitig mit etwas Öl bepinseln, auf ein mit Backpapier bedecktes Backblech legen und im vorgeheizten Ofen bei ca. 180 ° C backen. Backzeit ca. 10-12 Minuten, aber unbedingt dabei bleiben und schauen, die Zeit kann variieren. Die Chips sind gut, wenn die Scheiben stellenweise, aber nicht flächendeckend leicht bräunen – vorher sind sie meiner Erfahrung nach noch zu weich. Wenden muss man nicht unbedingt – ich habe das einfach vergessen, und der Knusper war dennoch recht gleichmäßig. Noch heiß salzen und pfeffern, sofort mit dem Stilton berkrümeln und etwas frische Muskatnuss darüber reiben.

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"Food with a View - Berlin Food & Photography" is about urban recipes and photographs from a tiny Berlin Mitte kitchen and the rest of the city. Join us!

24 thoughts on “Vitelotte Crisps with Stilton & Port – Vitelotte-Chips mit Stilton & Port”

  1. Wie schön dass, und wie gut du die Chips umgesetzt hast, liebe Claudia!
    Etwas tricky ist die Zubereitung schon, aber das Tüfteln bei der «Produktion» macht ja schliesslich auch Spass.
    Der Stilton kommt ebenfalls elegant daher (wenn auch optisch nicht so) – ich spür die Kombination auf der Zunge!
    Viel Spass beim 64sten Ausnahmezustand der Hauptstadt,
    FEL!X

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  2. Ich habe noch Vitelotte (allein der Name ist ja schon ein Gedicht 🙂 ) im Keller, also ab in den Ofen damit.
    Stilton und Port als britischen Klassiker kenne ich, habe ihn aber noch nicht umgesetzt, also los!

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  3. Liebe Claudia, so als Blauschimmelkäse-Süchtige geht mir bei diesem Post natürlich das Herz auf. Wie immer grandios in Szene gesetzt. Und ich werde das ausprobieren. Unbedingt. Wenn es schon mal ohne Frittieren geht – das ist nämlich immer so’ne Sache…
    liebe Grüße
    Claudia

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    • Vielen Dank, liebe Claudia! Ich habe es mit dem Frittieren auch nicht so und freue mich über alles, was ich stattdessen im Ofen backen kann. Stilton ist tatsächlich ein sehr leckerer Blauschimmelkäse, ich wünsche Dir ganz viel Vergnügen damit. Lieben Gruß zurück!

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  4. Ich musste schon ein wenig schmunzeln, als ich las, wie du versuchtest, den Stilton zu ertränken. 😉 Solche Chips würde ich gern mal verkosten, die gekaufte Variante verschmähe ich schon seit Jahren – einfach viel zu salzig.
    Winterlich wunderschön düstere Bilder!
    Liebe Grüße,
    Eva

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    • Ja, der Stilton hat sich ziemlich gesträubt, da musste ich auch selbst lachen ;-). Die Chips sind nicht schwer, ich freue mich, wenn Du’s mal probieren magst – und bedanke mich für das schöne Foto-Kompliment. Lieben Gruß zurück!

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  5. Antje Radcke says:

    Vitelotte-Chips, Stilton, Port. Dafür ließe ich jedes andere Dessert leichtherzig stehen (und ich liebe Desserts, besonders die süßen). Toll! Ich hätte da noch ein paar “Blaue Annelieses” auf Lager. Sehen genauso schräge aus, sind aber tatsächlich einen Tick blauer…

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  6. afracooking says:

    Umwerfende farben! Ich habe etwas neues ueber mich selbst gelernt: ich dachte ich mag keine chips, aber wenn ich mir dieine selbstgemachten an schaue dann kribbelt es mir in den fingern 🙂

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    • Lieben Dank! Ich kann Dich verstehen, weil ich auch kein großer Fan gekaufter Chips bin, das überkommt mich höchstens zweimal pro Jahr. Selbstgemacht schmecken sie tatsächlich anders, irgendwie “kartoffeliger”.

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  7. Claudia, I totally feel you. It is hard to keep up a regular post schedule. I’ve had trouble with it as well. But this post if so creative and lovely. I absolutely love port and stilton and your twist sounds simply delicious! 🙂

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  8. Hach, liebe Claudia – ich liebe diese violetten Kartoffeln! Ich liebe Chips! Und Stilton sowieso… und dann noch mit Port? Der reine Wahnsinn!

    Das Rezept werde ich sicher bald mal ausprobieren und vielleicht auch ein paar Rote Beete Chips dazu machen, damit die Sache schön bunt wird. 😉

    Ganz liebe Grüße (übrigens: die Fotos sind ja wieder so wunderschön!),
    Ylva

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    • Dankeschön, liebe Ylva! Chips aus roten Beten sehen bestimmt auch toll aus, und dann noch ein paar Pastinaken dazwischen wären glaube ich auch schick.
      Liebe Grüße zurück!

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  9. Wow… spectacular photos Claudia dear! Amazing colours. Love the cross-section of the potato with the light flooding through it. As for the dish itself… yes, crisps are so much more fun than vegetables, though I do like the latter too. These crisps are a wonderful gourmet combination of flavours… I do love stilton so I’m drooling right now! xx

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