Wax Bean Salad – Wachsbrechbohnen-Salat

Canned & Pickled, Eingemachtes, Salads & Vegetables, Salate & Gemüse, Sommer, Summer

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In the 1970ies, wax bean salad has been a popular part of the likewise popular pickled vegetables that have been served as a side dish in many restaurants. In most cases, it had not been home-made (those have been the 70ies after all, and the whole world had been fond of cans and tins), and I was not much a fan of it.

However, I remember that home-made wax bean salad had been one of my Hessian grandmother’s staples that she prepared with pickled wax beans from her own garden. Today, whenever I pass by wax beans on food markets, I get quite nostalgic. Since they are currently in season again for only a short while, I tried a reconstruction of my grandmother’s recipe (with the time of pickling having been reduced to one day of marinating).

Here’s my recipe

Ingredients for a side dish serving two:

2 handfuls of wax beans, cleaned and cut into bite-size
1 big shallot, cut in quarters
a few peppercorns
50 ml white wine vinegar
3 tbsp. raw sugar
1 bay leave
sea salt to taste

2 tbsp. smetana or sour cream
a bit of lemon zest
1/2 shallot sliced finely
tips of a few sprigs of dill
freshly ground pepper & sea salt to taste

Preparation:

Cook the beans immediately after preparing them (they take color quickly on the cut edges) in slightly boiling water. Drain and keep the cooking water, put the beans in a jar. Take 300 ml from the cooking water and heat it up again with vinegar, sugar, bay leave, pepper, shallot and additional salt to taste (I took 1 tsp.). Put aside and cool down a bit, then pour over the beans until they are covered with liquid and let rest for one day.

Mix smetana or sour cream with the bean’s marinade and add lemon zest, dill, pepper and salt. Drain the beans and mix with it. Fresh and tasty!

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Kurz & gut

Wer die 1970er Jahre bei vollem Bewusstsein erlebt hat, kennt bestimmt noch die unsäglichen Sauer-Gemüse-Versammlungen, die in Gaststätten gern als Salat-Beilage zu Jägerschnitzel, Hühnerfrikassee & Co. serviert wurden. Darunter war immer auch ein trauriges Häufchen Wachsbrechbohnen-Salat, vermutlich meist fertig aus dem Glas.

Meine hessische Großmutter hingegen machte Wachsbrechbohnen-Salat selbst mit eingeweckten Bohnen aus dem eigenen Garten. Immer, wenn ich heute auf dem Markt an den wunderschönen hellgelben Hülsen vorbeigehe, kriege ich auch Lust. Die Saison für das Gemüse ist kurz, und jetzt habe ich mich mal an eine ungefähre Rekonstruktion von Omas Rezept gewagt – das Einwecken habe ich allerdings zum eintägigen Marinieren verkürzt.

Das Rezept

Zutaten für zwei kleine Portionen:

2 Handvoll Wachsbohnen, geputzt und in mundgerechte Stücke geschnitten
1 große Schalotte, geviertelt
ein paar Pfefferkörner
50 ml Weißweinessig
3 EL Rohrohrzucker
1 Lorbeerblatt
Meersalz nach Geschmack

2 EL Schmand
etwas Zitronenschale
1/2 kleine Schalotte, in feiner Ringe geschnitten
Spitzen von ein paar Zweigen Dill
frisch gemahlener Pfeffer & Meersalz

Zubereitung:

Bohnen direkt nach dem Putzen und Schneiden (sie verfärben sich schnell an den Enden) in Salzwasser garen. Abgießen, dabei das Kochwasser zurückbehalten, und die Bohnen in ein Glas schichten. Vom Kochwasser 300 ml abmessen, mit Zucker, Pfeffer, Lorbeer, Essig, Schalotte und Salz nach Geschmack (ich habe 1 TL zusätzlich zum Salz im Kochwasser verwendet) erneut kurz aufkochen. Etwas abkühlen lassen und über die Bohnen geben, Glas gut verschließen und einen Tag ziehen lassen.

Schmand und 2 EL Bohnen-Marinade verrühren, mit Zitronenschale, Dill, Pfeffer und etwas Salz würzen, mit den gut abgetropften Bohnen vermischen. Ein säuerlich-frisches Sommer-Vergnügen.

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6 thoughts on “Wax Bean Salad – Wachsbrechbohnen-Salat”

  1. Oh das ist eine sehr gute Idee! Ich ess Bohnen nämlich sehr gerne, nur eben diese Variante, die es ja meist auch zu den kleinen Beilagensalaten gab mochte ich nie – inklusive dem dazugehörenden Kartoffelsalat aus dem Eimer, geraspelten, trockenen Möhren und dieses weiße Etwas. Vielen Dank für die Inspiration und das schöne Rezept!

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  2. Oh…..der Wirtshaussalat…schüttel. Brrr. Und weißt Du was – es gibt ihn noch, ich habe ihn neulich wieder getroffen.
    Da gefällt mir ja Deine Variante wesentlich besser. Aufgrund der traumatischen Salat-Erfahrungen habe ich einige Zeit gebraucht, bis ich sauer mariniertes zu schätzen wußte. Aber den hier, den probiere ich mal.

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    • Grauslich, gell? Und ich glaube gern, dass man den hier und da noch trifft.
      Mir geht es ähnlich, ich wage mich an sauer Eingelegtes auch erst seit kurzem heran – wenn man es selbst macht, kann man neben vielen anderen Dingen auch den Säuregrad bestimmen, das ist prima, und zu den Böhnchen passt die Noteperfekt. Bin gespannt, wie Dir der Salat meiner Oma schmecken wird.

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  3. Als Kind habe ich sie gehasst. Dann vergessen und jetzt bin ich froh, dass du mich erinnerst. Ich liebe Bohnen aller Art. Mache mich gleich mal auf die Jagd. 🙂
    Liebe Grüße,
    Eva

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