Review – Rezension: Anjums indische vegetarische Küche ( Anjums Indian Vegetarian Feast)

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Today, I introduce on our blog the German translation of Anjum’s Indian Vegetarian Feast by Anjum Anand which has been published in English language last year already and is now available in German language at Dorling Kindersley, too, the latter of which kindly provided me with a review copy. Since I’m not sure whether – along with the translation – also some changes might have been made regarding design, the choice of recipes or the usability of the index, I have been thinking what to do exactly in the English-language part of this post. I decided to do a very brief presentation – short also because you might know the book already from many other reviews or have it on your cupboard already.

 

The author

Anjum Anand is quite popular in the Anglo-American world for her modern approach to Indian cuisine – less fat, more vegetables. Born in London and raised in Geneva, she grew up with a meat-loving father and a vegetarian mother. During her studies in Paris, London and Madrid, she got to know many culinary traditions and deepened her experience while working in New York, New Delhi and L.A. She has published some cookbooks and hosted a TV series about Indian cookery. In one word: Another cookbook author that I didn’t know yet and that I’m most happy to finally know now, too.

By the way: Reading her book, I had to think of the wonderful novels and short stories by Jhumpa Lahiri, an author I appreciate a lot. In her stories, she often writes about Indian food and the role it has in identity building both for the older and the younger generation of Indian immigrants.

All told, Anjum is among the range of young chefs and food writers who appreciate and worship the culinary traditions of their family’s home countries and add a modern, individual and cross-cultural touch to it. I love that a lot.

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The book

Anjum’s Indian Vegetarian Feast features a very nix of classic Indian dishes like Korma or Tikka Masala and also less known recipes from different local cuisines, furthermore inspirations from family and friends, Anglo-Indian treats that date back to the colonial period and some Indian-style versions of Western recipes like French toast or Scottish eggs. In the German version, many recipe’s headlines don’t indicate the Indian name of the dish, but you find it in the brief introduction to the recipes.

The chapters are sorted partly by type of courses and partly by ingredients and are accompanied by very beautiful photographs by Emma Lee. I also like a lot the modern food and props styling by Joss Herd and Tabitha Hawkins with just a slight touch of Indian style. However, I don’t like the cover design that much – I’m not really a fan of photo collages and big magenta-colored title banners ;-). But that’s a matter of taste, isn’t it.

Last but not least, talking about usability: The book’s format is very convenient for cooking, and there’s also an index where, besides the recipe’s names, you can search for some ingredients, too.

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The recipes

I tried three recipes, Paneer Tikka Massala, small mung dal cakes in spicy broth, and Goa-style egg’s Balchao, and we just loved all of them. Indeed, the dishes have been among the best Indian treats we ever had, and although I have only very little experience in Indian cookery and can’t judge the authenticity of Anjum’s recipes, it tasted very Indian to our tongues, warm and spicy, rich and comforting. There are so many recipes on my list for further cooking, Pistache curry, Korma with cashew nuts and dried abricots, Scottish eggs in a lentil’s cruts, mango paneer salad, cardamom kulfi and many, many more… Love it!

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Kurz Lang & gut

In einem sehr guten indischen Restaurant in Hamburg lernte ich vor langer Zeit zum ersten Mal den Unterschied kennen zwischen einheitsgewürztem Palak-Paneer-Standard und echten indischen Köstlichkeiten. Seither schätze ich die vielen verschiedenen Küchen des Subkontinents sehr, nicht zuletzt wegen der vielen fleischlosen Gerichte.

Logo entworfen von Ariane Bille

Logo entworfen von Ariane Bille

Auf der Frankfurter Buchmesse habe ich nun Anjums indische vegetarische Küche von Anjum Anand entdeckt, und da hüpft – so als Vegetarierin – natürlich mein Herz vor Freude. Vielleicht kennt ihr diese Szene aus „Julia & Julia“, wo die künftige Verlegerin von Julia Child ihr unbekannte französische Gerichte aus Julia’s Manuskript nachkocht, am Ende jeweils voller Entzücken mit dem Kochlöffel direkt aus dem Topf alles auffuttert und dabei die Augen wonnig verdreht. So ähnlich geht es mir mit diesem Buch, trotz kleiner Abstriche. Es ist gerade erst auf Deutsch erschienenen, heißt im Original „Anjum’s Indian Vegetarian Feast“ und wurde mir vom Dorling Kindersley Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Und wie immer habe ich erst mal ein bisschen recherchiert, bevor ich mich zum Testen an den Herd gestellt habe. Und weil heute der letzte Tag des Blog-Events Jeden Tag ein Buch von Astrid von Arthurs Tochter kocht ist, wird dies mein zweiter Beitrag dazu.

 

Die Autorin

In London geboren, in Genf aufgewachsen, in London, Madrid und Paris studiert, in einem Fast-Food-Restaurant in New York gearbeitet, im Park Royal Hotel in Neu-Delhi gekellnert und im Mondrian Hotel in Los Angeles gekocht – das sind mal so ein paar von Anjums Stationen, von denen Wikipedia und The Mail on Sunday zu berichten wissen.

Die indische Küche in ihrem Elternhaus beschreibt sie im Vorwort zu ihrem neuesten Buch als zweigeteilt: der Vater liebt Fleisch, die Mutter mag’s vegetarisch. Sie hat offenbar beides mitgenommen, und das hat am Ende nicht nur zu inzwischen einigen Kochbuchtiteln geführt, sondern auch zu BBC-Fernsehsendungen. Ihr ahnt, was jetzt kommt: Wieder einmal eine äußerst populäre Food-Autorin, die ich bislang nicht kannte… Meine kleine Post-FBM-Rezensions-Serie erweist sich damit so langsam als fortgesetzter Bildungs-Urlaub für mich ;-).

Insgesamt gehört Anjum Anand zu einer jungen modernen Generation von Köchinnen und Köchen, die die Küchentraditionen ihrer Herkunftsländer wertschätzen, sie aber modernisieren wollen – bei Anjum sind das weniger Fett und mehr Gemüse, und beides finde ich persönlich prima. Ich habe beim Lesen des Kochbuchs übrigens häufig an die Romane und Kurzgeschichten der von mir sehr geschätzten Jhumpa Lahirir denken müssen, die immer wieder auch das Thema indisches Essen in ihre Beschreibung von Generationen-Unterschieden zwischen indischen Einwanderern und ihren Kindern aufgreifen.

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Das Buch

Die indische Küche ist auch ohne Fisch und Fleisch ein weites Feld. Tatsächlich sind vegetarische Gerichte in Indien sehr verbreitet, sei es aus religiösen Traditionen heraus oder weil Fleisch für viele Menschen zu teuer ist, wie Anjum in ihrem Vorwort beschreibt. Ihr Buch hat nicht den Anspruch „die“ indische Küche abzubilden, denn der Zugang der Autorin ist ein anderer, und den finde ich sehr spannend. Sie präsentiert modernisierte und mit Käse, Nüssen und Gemüse ins Fleischlose gewendete Klassiker wie Tikka Masala oder Korma und weniger bekannte Gerichte wie Parsi Dhansak, anglo-indische Rezepte, die während der Kolonialzeit entstanden sind wie zum Beispiel Kedgeree, durch indische Speisen oder einzelne indische Zutaten mehr oder weniger stark inspirierte Rezepte wie In Ingwer Pochierte Birnen mit Granatapfel und Mohn, die lose auf Murabba (kandiertem Obst) basieren, Gerichte, die sie bei indischen Familienmitgliedern oder Freunden kennengelernt hat wie Gebratene Auberginen mit Granatapfel und last but not least indische Interpretationen von Rezepten, die sie in England oder auf Reisen kennen und lieben gelernt hat von Armen Rittern mit Kokos bis zu Schottischen Eiern in einer würzigen Linsen-Hülle.

Ich persönlich mag ihren cross-over Zugang sehr – er erinnert mich daran, wie Blogger oft kochen, überall Inspirationen aufgreifend und sich Dinge mit einem eigenen Twist aneignend. Die Überschriften der Rezepte verraten nicht immer den ursprünglichen Namen des Gerichts, wohl aber die einleitenden Texte zu den jeweiligen Rezepten, die oft auch kurz etwas über die Herkunft des Gerichts oder die Ideengeber erzählen. Über Rauchig-würzige Auberginen etwa erfährt man, dass sie aus Punjab kommen und dort Bharta heißen.

Zu den harten Fakten: Die Rezepte sind in Kapitel wie Frühstück und Brunch, Getränke, Vorspeisen und Snacks, Himmlisches Gemüse, Käse, Hülsenfrüchte und Eier, Göttliche Desserts und noch ein paar mehr sortiert. Ihnen vorangestellt ist eine ganz kurze Übersicht über die Besonderheiten der indischen Küche, die für meinen Geschmack ruhig ein bisschen ausführlicher hätte ausfallen können. Das Register listet einige typische Zutaten sowie Gerichte nach deutschen Namen auf und nach indischen nur dort, wo dies ohnehin Teil der Rezept-Überschrift ist. Letzteres hätte ich mir ein bisschen anders gewünscht, denn indische Rezeptnamen üben auf mich einen magischen Reiz aus, und ich hätte gern die Möglichkeit gehabt, hier gezielter nachblättern zu können.

Optisch hätte ich das Buch auf der Buchmesse fast übersehen, denn der als Foto-Collage mit magenta-farbenem Titel-Banner gestaltete Buchdeckel hat mich nicht so angesprochen. Dass ich trotzdem und Gott sei Dank auf das Buch aufmerksam wurde liegt daran, dass ich am Stand des Verlags das sehr schön gestaltete „Vietnam: 120 Originalrezepte“ in Händen hielt und dann irgendwie doch mein Auge auf den verheißungsvollen Titel des daneben liegenden Buchs fiel. Da musste ich dann einen Blick riskieren. Im Innern geht es hingegen hübsch zu. Die sehr schönen Food-Fotos von Emma Lee mit dem modernen und nur leicht indisch angehauchten Food- und Propsstyling von Joss Herd und Tabitha Hawkins machen großen Appetit, und auf ein paar Fotos sieht man Anjum Anand auch ein bisschen in Aktion. Mit knappem DIN-A4-Format liegt das Buch zudem in der Küche gut in der Hand. Alles in allem eine sympathische Aufmachung.

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Die Rezepte

Drei Gerichte habe ich aus dem Buch bislang nachgekocht, und alle drei waren unglaublich köstlich. Das Stichwort „Nachkochen“ bringt aber auch eine Putzigkeit mit sich, die ich nicht unerwähnt lassen will: Die Mengenangaben berichten tatsächlich hin und wieder von zum Beispiel 2 2/3 Teelöffeln Zucker oder dergleichen. Ich nehme an, dass das eine Besonderheit der deutschen Übersetzung ist und einer super präzisen Umrechnung von britischen in metrische Mengenangaben. Da hilft dann, einfach einen kleinen Teelöffel zu nehmen und beherzt derer drei zu füllen.

Die Mengenverhältnisse von Flüssigem im Vergleich zu Festem waren für meinen Geschmack jeweils nicht ganz proportional – ob das auch für andere Rezepte im Buch gilt, kann ich nicht sagen, zumal das Empfinden da ja auch etwas unterschiedlich ist. Am besten einfach ausprobieren. Ähnliches galt für unser Gefühl beim Einsatz von säuernden Zutaten wie Essig oder Tamarindenmark – hier habe ich jeweils nur halb so viel genommen wie angegeben, aber das ist natürlich ebenfalls eine Frage der Vorliebe (was auch die Autorin weiß, die hier oft „nach Geschmack“ angibt).

Stichwort Zutaten: Es lohnt sich, sein Gewürzregal um ganze statt gemahlener Gewürze zu erweitern – Anjum kocht in vielen Rezepten auch gewürzmäßig from scratch, und da muss vor manchen Rezepten erst einmal geröstet und dann gemörsert oder mühlengemahlen werden. Ich habe mir dennoch teilweise mit bereits gemahlenen Gewürzen beholfen – da muss man dann ein bisschen pokern, wie viele Teelöffel Ganzes wieviel Gemahlenes ergeben. Die meisten Zutaten bekommt man übrigens im gut sortierten Asia-Laden, aber es kann nicht schaden, zumindest in größeren Städten nach einem Indien-Shop Ausschau halten. In Berlin gibt es so etwas, und nur dort habe ich zum Beispiel Paneer und die für einen zauberhaften Nachtisch (den zuzubereiten ich noch keine Zeit hatte) benötigten gerösteten Vermicelli bekommen. Oder man bestellt im Internet.

Angefangen habe ich mit Paneer Tikka Masala, einem normalerweise mit Huhn zubereitetem und sehr populären Gericht, das viele von Euch kennen werden und das uns mit Paneer einfach nur wunderbar geschmeckt hat. Letzteren kann man selbst machen, Rezept dazu gibt es im Buch, habe ich aber noch nicht ausprobiert. Das Mengenverhältnis von Paneer zur gewürzten Joghurt-Marinade, in der der Käse zunächst im Ofen geröstet wird, bevor es in einer wunderbar sämigen Sauce versenkt wird, war etwas üppig bemessen. Daher habe ich für die übriggebliebener Marinade schnell eine mittelgroße Aubergine gewürfelt und zwei Tikkas gekocht. Eines der Rezepte im Buch, die etwas aufwendiger sind, aber es lohnt sich wirklich – ein Vielklang an warmen, würzigen, ofengebackenen und eingekochten Aromen.

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Weiter ging es mit Gedämpften Linsenküchlein in pikanter Brühe – ein Rezept mit Mung-Dal aus der Region Gujarat, das uns begeistert hat. Dämpfen ist nicht gerade mein Spezialgebiet, und so war ich für die präzise Beschreibung sehr dankbar, wie man mit Puddingförmchen, großem Kochtopf und Kuchenform improvisieren kann. Das Ergebnis war so köstlich fluffig und ingwer-frisch, dass ich einen nicht unerheblichen Anteil davon direkt aus der Form weggefuttert habe. Was auch gut so war, denn es war für meinen Geschmack verhältnismäßig wenig von der herrlich unter anderem mit Curry-Blättern gewürzten Brühe zu den Küchlein vorhanden. Die hatte ich nur mit der Hälfte der empfohlenen Tamarindenmark-Mindestmenge gesäuert, aber das ist absolut Geschmacksache. Sehr gut harmoniert haben die frischen Kokosraspeln – ich bin eigentlich kein Kokosfan und habe seit langer Zeit mal wieder entdeckt, wie gut die Nuss frisch schmeckt.

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Schließlich kamen – zum Frühstück – Goa-Eier an die Reihe. Ein Traum mit einer doppelt eingekochten würzigen Sauce auf Basis von Tomaten, Zwiebeln (ich, wie immer: Schalotten), Ingwer und Knoblauch und allerlei Gewürzen, die sich wunderbar mit den wachsweich gekochten Eiern verbunden hat. Essig war hier „nach Geschmack“ angegeben, und nach einem von vier Löffeln fand ich die Säure bereits ausreichend. Nicht ganz so ausreichend war die Sauce bemessen – ich habe die angebene Menge für nur die Hälfte an Eiern verwendet und das war dann prima.

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Für mich ist das Buch eine echte Entdeckung. Geschmacklich gesehen haben wir selten so gut indisch gegessen und ich mag das Crossover-Konzept sehr. Ich persönlich fand es auch ok, mich bei den von mir ausprobierten Rezepten erst einmal ein bisschen heranzutasten, wie viel oder wenig Marinade, Sauce oder Brühe ich jeweils zu wie viel “Einlage” passend finde. Auf meiner wieder einmal langen Nachkochliste stehen Korma mit Cashew-Kernen und Aprikosen, Maiskolben in Erdnuss-Masala, Momos, Mango-Salat mit Paneer, Pistazien-Curry, Waldpilz-Biryani, Kokos-Okra, Kardamom-Kulfi auf Vermicelli mit Veilchensirup, Schottischen Eier… Wer mehr über Buch und Autorin wissen möchte, kann auf die Verlagsseite zum Buch oder Anjums Webseite schauen. Übrigens, wo ich hier über eine Londoner Autorin indischer Kochbücher schreibe: Claudia von Dinner um Acht auch gerade erst eine Rezension über ein wie ich finde ebenfalls sehr spannendes Buch geschrieben (Indische Küche in London) und zwar hier.

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Anjum’s indische vegetarische Küche
Dorling Kindersley
176 Seiten
gebundene Ausgabe

 

Mehr Rezensionen – More Reviews

Intro-Review Elizabeth David on Vegetables

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18 thoughts on “Review – Rezension: Anjums indische vegetarische Küche ( Anjums Indian Vegetarian Feast)

  1. Gorgeous book! I actually like the loud magenta cover but you’re right, it doesn’t really suit the more subtle, rustic nature of the book.

    I like the idea of less fat, more vegetables. I have a feeling that many of our “Indian” dishes here are UK style Indian food. Butter chicken for example is adored by many…except Indians themselves. I would love to see more varied, authentic recipes in the spotlight, although I don’t think I will give up the high fat, meaty dishes just yet.

    • Thank you for your comment, Genie! Regarding the cover, you are right: It’s more a matter of relation between cover and content. – I have heard about butter chicken but never tried (in times when I haven’t been vegetarian yet). I have been much surprised that the dishes I tried from the book tasted quite rich although the amount of fat was reduced compared to what I normally ecperience in Indian restaurants.

  2. Das Buch hatte mich auch schon angelacht – aber ich koche schon viel zu wenig aus meinem kleinen vegetarischen indischen Kochbuch, das ich seit Jahren im Regal stehen haben, obwohl ich die indische Küche eigentlich sehr schätze. Da sollte ich wohl mal wieder ran!

  3. Wie kriegst du bloß dieses fantastische Licht hin? :-)
    Ein Kochbuch mit kleinen Wacklern – hmm, eine Gewürzmühle und ganze Gewürze habe ich da. Was die indische Küche angeht, habe ich mich bislang an Madhur Jaffrey gehalten. Ich warte einfach mal ab, was du noch aus dem Buch nachkochst und vorstellst. ;-)

    • Schön, dass Dir das Licht so gut gefällt :-)!
      Die Wackler beziehen sich nur auf das, was ich beschrieben habe: Das Mengenverhältnis von zum Beispiel Marinade zum zu marinierenden Käse oder von gewürzter Brühe zu Küchlein, aber das ist ein Stück weit ja auch Geschmacksache, wie ich geschrieben habe. Da das im letzten Absatz offenbar etwas missverständlich klang, habe ich das nochmal genauer beschrieben. Die Aromen der Gerichte sind jedoch umwerfend, so gut habe ich nur in wirklich guten indischen Restaurants gegessen und es auch noch nie selbst so hinbekommen, auch von den Konsistenzen her.

  4. Das klingt ja durchaus reizvoll…..danke für die schöne, ausführliche Rezension. Ich finde, die indische Küche ist, was Vegetarisches angeht, schwer zu toppen. Und die Aromen scheinen ja gut getroffen worden zu sein. Ach, ich glaube, ich warte enfach mal auf deine schönen Beiträege. Immerhin habe ich ja den dicken Wälzer von Pushpesh Pant (was für ein Name :-) ) und ein steinaltes, vegetarisches indisches Kochbuch im Taschenbuchformat, das vom Zerfall bedroht ist – besonders, seit Töchterchen da den Johannisbeersaft drübergekippt hat…

      • Vielen lieben Dank, Susanne! Das ist ja ein tolles Kompliment :-). Du hast recht, die vegetarische Vielfalt in der indischen Küche ist beeindruckend, ich werde auch bestimmt aus dem Buch noch etwas Bloggen. Pushpesh Pant (in der Tat ein herrlicher Name) musste ich jetzt gerade mal schnell auf Deinem Blog in die Suchmaske eingeben – das südindische Curry klingt perfekt! Und steinalte bekleckerte Kochbücher haben ja ohnehin einen Ehrenplatz im Regal, oder :-)?

  5. Mit der indischen Küche habe ich es irgendwie nicht so. Obwohl Indien ja eigentlich das Heimatland der vegetarischen Küche ist! In indischen Restaurants hatte ich oft Pech: Undefinierbare Breis und Gemüse ohne Farbe und Biss. Daher sind wir letztendlich lieber zum Thailänder oder Chinesen ausgewichen. Und haben in letzter Zeit, was das Indische betrifft, komplett abstinent gelebt.
    Ich gehe jedoch davon aus, dass meine Pechsträhne darin liegt, dass wir nicht genügend indische Restaurants ausprobiert haben. Irgendwo wird sich auch hier mein Lieblingsinder finden lassen.
    An indischen Kochbüchern habe ich vier, fünf alte Schinken, die nicht wirklich zum Nachkochen anregen. Daher überlege ich, ob ich mir – dank deiner ausführlichen Rezension – Anjum Anands Kochbuch zulege. Die Fotos der von dir nachgekochten Rezepte und deine Beschreibungen versöhnen mich mit der indischen Küche. Und zur kalten Jahreszeit passen die “warmen” Gewürze total.
    Danke fürs Appetit machen auf Indien. Und für die wieder mal grandiosen Fotos.
    Liebe Grüße aus dem Odenwald.

    • Dass Deine bisherigen Erfahrungen in indischen Restaurants, so wie Du sie beschreibst, Dich nicht so umgehauen haben, kann ich verstehen- Ich habe ähnliches auch schon erlebt. Aber wenn man dann Orte gefunden hat, wo gut gekocht wird -ich hatte in zwei Restaurants das Vergnügen, eins in Hamburg und eins in Berlin – dann ist das ein bisschen wie der Himmel auf Erden. Die Texturen, die Aromen, total harmonisch, wie ich finde. Was ich bisher aus diesem Buch nachgekocht habe, reicht da durchaus heran, daher wage ruhig mal einen Blick hinein – da die Autorin mit viel frischem Gemüse kocht und viele Rezepte sogar vegan sind oder sich ganz leicht dahingehend abwandeln lassen, wäre das möglicherweise ein schöner Neustart mit der indischen Küche für Dich. Und toll, dass Dir die Fotos gefallen, das freut mich :-). Lieben Gruß zurück!

  6. Himmel auf Erden hört sich gut an!
    Hier hat man momentan eher das Gefühl, dass der Regenhimmel einem auf den Kopf fällt…. Also genau die Zeit, um von wärmenden, aromatischen indischen Essen zu träumen.Mit deinen Fotos gelingt das immer ! :)

  7. Ja solche Mengenangaben sind tatsächlich putzig, herrlich! Übersetzen ist ja eine Kunst, manchmal wünschte ich aber sehr, dass man sich an gängigen z.B. Dosengrößen halten würde, 789 g zu 800 g Tomaten aus der Dose können ja ein Gericht nicht so verfälschen :) Deine Rezension ist mal wieder wunderbar, vielen Dank, dass Du das Buch so schön und ausführlich vorstellst. Wenn Du noch auf der Suche nach einem weiteren indischen Kochbuch bist, kann ich Dir übrigens nur den Riesenschmöker “Indien” vom Phaidon Verlag empfehlen (ja, das von Pushpesh Pant :)), das ist so super und so authenthisch, dass es zu meinen absoluten Favoriten zählt.

    • Lieben Dank, Julia! Und gell, Mengenübersetzungen sind ein (lustiges) Kapitel für sich :-). Lieben Dank auch für den Buch-Tipp – nachdem Du und Susanne schon zwei sehr geschätzte Blogger-Kolleginnen seid, die das Buch lieben, kommt das auf meine Wunschliste.

  8. What a lovely cookbook! I’m going to have to get my hands on a copy.
    P.S. I love Jhumpa Lahiri too! I just got a copy of her newest book, The Lowlands. I’m so excited to read it.

    • I can imagine that you would like the book a lot, and indeed Anjum’s cuisine reminds me a lot of your own gorgeous way to cook. – I somehow guessed that you know and like Jhumpa Lahiri as well :-). I don’t know her newest yet, but I will look out for it for sure (love The Namesake” and Unaccustomed Earth).

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