Mulberries on Vanilla & Licorice Pudding – Maulbeeren & Vanille-Lakritz-Pudding

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I have known mulberries by name since my childhood’s fruit pairs game but I have never eaten them, at least as far as I know. Over here, they are sold in shops and on markets rarely, and if you don’t have a bush in your own garden, you usually have to get along without them. Therefor we were quite happy when we found them for sale on our visit lately at Domäne Dahlem (German language only), an organic farm on the edge of Berlin which is still part of the city. The place is a little agricultural oasis, an idyll with acres, gardens, lots of animals, and with a museum presenting the history of the former manor.

We happily watched happy pigs, horses, goats, and sheep cavorting in the meadows, and we also didn’t forget to feed the poultry with wheat grains that you can buy on-site for this purpose. It’s so lovely to study a bunch of cheerful, trusting and beautifully greedy young chickens who scramble quite mannerly for the grains and soon after sit side be side on their perches, hugging and making cute little sounds. Perfect chicken happiness, it seems.

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We later had some coffee &cake at the farm café and then did some food shopping at the farm shop – unfortunately, eggs were sold out. But we got those mulberries, and at home, I served them with good old vanilla pudding that I pimped with licorice powder and licorice tagetes. I had introduced another tagetes variety on this blog last year already in a pesto recipe, and today’s licorice variety has indeed a strong respective flavor. Both the herb and the powder are a true match with vanilla, or even more, it’s my new vanilla. I licorice nearly everything sweet and dairy with it since I made friends with the flavor after nearly life-long enemyship – how taste preferences can change in the course of time, can’t they :-).

Here’s my recipe

If you don’t get the herb, you can decorate the dessert with a bit of fresh chervil or tarragon.

Ingredients for four servings:

250 g mulberries, cleaned
350 ml milk
150 ml cream
5 tbsp. raw sugar

 
 
3 leveled tbsp. starch
1 vanilla pod with pulp
1/2 tsp. licorice powder (to taste)
a few tagetes twigs, cleaned

Preparation:

Mix some tbsp. of milk with the starch and put aside. Cut the vanilla pod in two halves and scrape out the pulp. Heat up the remaining milk, cream, vanilla pod, and sugar. Take off the heat, add the milk and starch mixture, heat up again and stir constantly until the texture get’s thick. Fold in vanilla pulp and licorice powder. Fill the pudding into a bowl, cover the surface with plastic wrap to avoid a pudding skin. Let cool down in the fridge.

Fill the pudding in little bowls and decorate with the mulberries and licorice tagetes twigs. You can also heat up the berries for a short moment with a little water and sugar – in both cases, the taste is sweet and fruity and similar to blackberries, however a bit lighter.

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Kurz & gut

Dem Namen nach kenne ich Maulbeeren seit meinem Obst-Memory-Spiel aus Kleinkindertagen, gegessen habe ich sie noch nie, jedenfalls nicht wissentlich. Tatsächlich kommen sie nur selten in den Handel – wer also keinen Busch im eigenen Garten hat, muss meist ohne sie auskommen. Deshalb war die Freude groß, als sie uns kürzlich bei einem Besuch auf der Domäne Dahlem begegneten, reif und direkt vom Strauch gepflückt – also, nicht von uns natürlich, wir haben sie brav im Hofladen gekauft. Der gehört zu einem innerstädtischen Biohof – ein echtes Kleinod mit Feldern, Wiesen und vielen glücklichen Tieren (und sogar mit einem Museum rund um das Leben auf dem früheren Gutshof).

Dort haben wir mit Begeisterung Schweinen, Pferden, Ziegen und Schafen auf der Weide zugeschaut und Federvieh mit vor Ort zu erstehenden Weizenkörnern gefüttert. Was für ein Spaß, eine Horde glücklicher, zutraulicher und herrlich verfressener Junghühner mit allerschönst intaktem Federkleid dabei zu beobachten, wie sie sich recht manierlich um die Körner balgen, um sich gleich danach alle nebeneinander auf der Hühnerstange zusammenzukuscheln und niedliche Geräusche zu machen.

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Für uns gab’s danach Kuchen im Hofladen, und die Maulbeeren gab’s zu Hause mit schlichtem, selbstgemachtem Vanille-Pudding mit Lakritz-Pulver und -Tagetes. Der Geschmack von Süßholz hat sich auf zwei Wegen in meine Küche gestohlen: zum Ersten in Form einer buschig-fiedrigen Lakritz-Tagetes-Pflanze. Eine andere Sorte Tagetes hatte ich vor einem Jahr mit diesem Pesto-Rezept auf dem Blog, und diese neue hatte ich rein aus ästhetischen Gründen gekauft und erst zu Hause gemerkt hatte, was ich mir da als Lakritz-Verächterin ins Haus geholt hatte.

Zum Zweiten schloss ich unfreiwillige Lakritz-Bekanntschaft in Form einer Eiscreme mit Vanille und weißer Schokolade, die ich kürzlich im Bioladen gekauft und deren dritte Zutat ich überlesen hatte. Sie schmeckte erst überaus süßholz-scheußlich und nach nochmaligem Hinschmecken interessant und am Ende sogar lecker. Woran ich wieder einmal gemerkt habe, dass Vorlieben sich verändern können. Seitdem tasten Lakritz und ich uns ausgiebig aneinander heran – so lange viel Vanille und/oder Milchcremiges im Spiel sind, ist alles gut. Tatsächlich versehe ich derzeit fast alles Sahnige und/oder Süße testweise damit: Käsekuchen, Lassi, Labneh, und eben den guten alten Vanille-Pudding. Kochpoetin Eva hatte vor einer Weile den herzhaften Einsatz gewagt – auch daran werde ich mich irgendwann versuchen, zum Beispiel mit meinem geliebten Tomaten-Coulis.

Das Rezept

Wer keine Lakritz-Tagetes bekommt, kann als Deko auch etwas frischen Kerbel oder Estragon verwenden.

Zutaten für vier Portionen:

250 g Maulbeeren, geputzt
350 ml Milch
150 ml Sahne
5 EL Rohrohrzucker

 
 
3 gestr. EL Speisestärke
1 Vanille-Schote mit Mark
1/2 TL Lakritz-Pulver (nach Geschmack)
ein paar Zweiglein Lakritz-Tagetes

Zubereitung:

Von der Milch einige EL abnehmen und mit der Stärke verrühren. Mark aus der Vanilleschote schaben. Restliche Milch und Sahne mit Zucker und Vanilleschote aufkochen, von der Herdplatte ziehen und die Milch mit Stärke einrühren. Wieder aufkochen und kurz köcheln lassen. Schote entfernen und Vanillemark und Lakritz-Puder einrühren. Pudding in eine Schüssel füllen und die Oberfläche sofort mit Frischhaltefolie abdecken, damit sich keine Haut bildet. Im Kühlschrank auskühlen lassen.

Pudding in Schälchen füllen und mit den Maulbeeren und der Lakritz-Tagetes dekorieren. Wer mag, kann die Beeren auch ganz kurz mit etwas Zucker und Wasser bei geringer Hitze anziehen lassen. Sie schmecken – auch roh – fruchtig-süß und sind dabei Brombeeren nicht nur optisch nicht ganz unähnlich, wenn auch nicht ganz so intensiv und dunkel im Aroma.

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22 thoughts on “Mulberries on Vanilla & Licorice Pudding – Maulbeeren & Vanille-Lakritz-Pudding

  1. super, ein lakritz-rezept! das probiere ich aus und kann es sein, dass maulbeeren als thema gerade sehr heiß sind? die laufen mir gerade dauernd über den weg. ich kenne sie bisher nur getrocknet und da sind sie top ;)

    • Viel Spaß beim Ausprobieren!Von einem Maulbeer-Trend habe ich bislang noch nichts mitbekommen, das ist ja spannend – ich werde die Augen offen halten. Getrocknete habe ich noch keine probiert, kann mir ihr Aroma aber sehr gut vorstellen.

  2. Maulbeeren habe ich bisher nur in getrockneter Form erstanden; aber ich frage mich gerade, ob es die nicht beim türkischen Lebensmittelhändler in frisch geben könnte.
    Lakritz hingegeben habe ich nur in Form von Süßholzwurzeln oder -stangen. Mal sehen, was der Mixer zu Pulverisierungsversuchen sagt….

    • Ich hatte ein bisschen zum Thema Maulbeeren recherchiert und gefunden, dass sie kaum mal frisch in den normalen (städtischen) Handel kommen, weil sie beim Transport sehr leicht zerdrücken und dann schnell verderben. Aber vielleicht hast Du ja Glück – ansonsten wären Hofläden wie in unserem Fall einen Versuch wert.
      Der Lakritz-Pulverisierungs-Versuch würde mich auch mal interessieren – ich habe ein fertiges Echtlakritz-Pulver verwendet.

  3. Den Link zur Domaine Dahlem werde ich auf jeden Fall meinen Eltern schicken. Die freuen sich über jedes neue Ausflugsziel.
    Maulbeeren habe ich auch noch nie gegessen, mal sehen, ob sich irgendwo an meiner Radstrecke ein Busch befindet.
    Und zur Änderung des Geschmacks: ich stimme zu. Ganz viele Dinge, die ich noch vor wenigen Jahren unerträglich scheußlich fand (frischer Koriander, Stangensellerie, etc), mag ich jetzt ganz besonders, schon komisch. Nur die Aversion gegen hartgekochtes Eigelb hält sich hartnäckig. ;-)
    Liebe Grüße,
    Eva

    • Sind Deine Eltern denn gerade in Berlin? Einen Ausflug ist die Domäne Dahlem auf jeden Fall wert.
      Dass sich der Geschmack ändert, hängt sicherlich auch damit zusammen, dass man immer mehr Produkte in guter Qualität findet und andere Zubereitungsweisen kennenlernt – ich war mit meinem Lakritz-Stand zum Beispiel noch auf 70er-Jahre-Niveau mit diesen schrecklichen Schnecken & Co. ;-). Aber so richtig gute Lakritz ist eben doch etwas anderes. Dein Lakritz-Huhn, auf das ich im Post verlinkt habe, hatte mich ja auch schon etwas neugierig gemacht.
      Lieben Gruß zurück!

  4. I could bathe in those little blue tubs of vanilla pudding (well, if they were a tad bigger) whilst the dappled sunlight from the trees above shone over me. Your photography and words really convey a place and time. Cool.

  5. I want to visit Domane Dahlem! It looks like such a beautiful place.
    We have the same problem with mulberries here, you can rarely find them for sale. I wish they were more common because they’re delicious. And combining them with vanilla and liquorice sounds amazing!

  6. Auf den ersten Blick fragte ich mich, was das wohl für Brombeeren seien. Auf den zweiten Blick und nach dem Lesen des Titels fragte ich mich, warum Du Brombeeren den Namen Maulbeeren gibst. Und nach dem Lesen des ganzen Beitrags fragte ich mich, warum ich noch nie etwas von Maulbeeren gehört habe! Glück dem, der so eine wunderbare EInkaufsmöglichkeit in der Nähe hat :)
    Liebe Grüße!

  7. Vielen Dank für diese wunderbare Landpartie. Ich glaube, die gab es zu meiner Zeit in Berlin noch nicht. Über Maulbeeren habe ich bisher immer nur gelesen, sie aber noch nie gekostet…
    liebe Grüße (vom größten Lakritzfan)
    Claudia

    • Ich weiß nicht genau, wie lange es den Demeter-Musterhof dort schon gibt, aber das kann gut sein, dass er zu Deiner Berliner Zeit noch nicht da wahr.
      Als großer Lakritz-Fan würdest Du bei diesem Rezept sicherlich kräftiger dosieren – ich bin da noch ein bisschen mimosig und halte mich bislang an den Hauch, aber ich werde mutiger ;-). Lieben Gruß zurück!

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