Nice News and Nice Shoots – Schöne Neuigkeiten und schöne Schößlinge

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Some of you might have noticed already that little note in the sidebar indicating that I have been nominated a finalist at Pink Lady® Food Photographer of the Year 2014 competition. It is a big honor and I am most happy about this – and before there will be an exhibition of the finalist’s contributions in two weeks at The Mall Galleries in London where the winners will be announced, there’s a gallery online since a short while with all photographs that had been shortlisted in the first place. Take a look if you like, it’s an amazing portfolio of creativity from all over the world:

Pink Lady® Food Photographer of the Year 2014 – Shortlisted Gallery

I’m very much in spring mood due to these good news – and indeed, spring is finally in the air, although it could be a little more sunny. I’m just a tiny bit sad, that I missed to post some nice foodie winter experiments of mine within the last months that are so much out of season in the meantime that I can’t bother you with it. But there’s one vegetable that I need to introduce to you nevertheless, and this is puntarelle. Punta what? – that’s what you might ask now. It’s a chicory plant from Italy with long leafs on the outside looking like a mixture of dandelion and chard which hide a heart of thick light-green shoots in the center. The taste is very fine – in Italy, the crop is also named cicoria asparago, and indeed, it tastes of green asparagus and Belgian endive with the leafs being a bit more tart.

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Recipes that I found on the internet propose to cut the shoots and the leaves into slices and to serve them either in a salad or stir-fried with pasta. However, I couldn’t bring myself to destroy the cute green-seefood-with-little-beards-lookalikes, therefor I fried them in whole and served them as an appetizer with home-made Pesto rosso made of dried tomatoes. The shoots keep a nice edge even after frying – it’s among my new best beloved vegetable treats. Season unfortunately is about to end soon according to what I read on the internet. So hurry up to find the last crops at you local farmer market or Italian store – and after that, we will be left to asparagus for a while. Which is fine as well, isn’t it.

And since this is not a true spring recipe already, here’s some Berlin spring traffic impression of Arne – obviously he has fallen to French esprit in the making ;-):

Here’s my recipe

Ingredients:

1 bunch of puntarelle
olive oil
a bit of white wine
salz & pepper to taste
Pesto rosso or whatever you like

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Preparation:

Cut off the leaves on the outside of the bundle and break off the shoots on the inside. You can use the soft leaves for a sald and fry the bigger ones if you like.

Clean the shoots. Heat some olive oil in a wide pan and put in the soots side by side. Fry gently on one side until they take a little color, turn and fry on the other side. Deglace with white wine, close the lid and simmer for five minutes untill done but still al dente.

Open the lid, reduce the remaining liquid, salt and pepper to taste. Serve with whatever you prefer or try some home-made pesto rosso – I will post my recipe, soon.

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Kurz & gut

Einige haben die kleine Notiz in der Sidebar vielleicht schon bemerkt: Beim Wettbewerb Pink Lady® Food Photographer of the Year 2014 hat es ein Foto von mir zunächst auf die Shortlist und dann unter die Finalisten geschafft. Was für eine Freude und Ehre! Bevor ab der übernächsten Woche alle Finalisten-Beiträge in einer Ausstellung in den Mall Galleries in London zu sehen sind und Sieger und Platzierte gekürt werden, ist seit kurzem ist eine Galerie aller Einreichungen zu sehen, die im Vorfeld in die Shortlist aufgenommen wurden. Wenn ihr mögt, werft einen Blick drauf – es ist ein tolles Portfolio food-fotografischer Kreativität aus aller Welt:

Pink Lady® Food Photographer of the Year 2014 – Shortlisted Gallery

Ich bin ob dieser guten Nachrichten überaus frühlingshaft gestimmt – und tatsächlich ist der Frühling jetzt endlich da, auch wenn es gern noch ein bisschen sonniger werden darf. Ein kleines bisschen bin ich ja betrübt, dass ich in den letzten Monaten ein paar schöne Dinge ausprobiert und noch nicht gepostet habe, die inzwischen so sehr out of season sind, dass ich euch die kurz vor Ostern nicht mehr zumuten kann. Aber bevor auch ich ins Lenz-Horn stoßen werde, muss ich Euch unbedingt noch meine kürzliche Winter-Entdeckung vorstellen. Oder vielmehr Mangoseele Melanies Entdeckung, denn sie empfahl mir das pittoreske Gemüse beim gemeinsamen Marktbesuch (der mit den Trüffeln, ihr wisst schon).

Es geht um Puntarelle. Punta was? – fragen sich jetzt vielleicht einige. Daher eine kurze Erklärung: Das ist ein Chicorée-Gewächs, das in Italien offenbar sehr verbreitet ist und mir bislang unbekannt war. Von außen sieht das Ganze ein bisschen aus wie Löwenzahn, und im Innern des Blätterkranzes befinden sich hellgrüne und leicht gekrümmte Schößlinge, die an dicke hellgrüne Spargelspitzen erinnern, innen leicht hohl sind und aus denen kleine Blätter wachsen. Sie sehen irgendwie aus wie zarte Gemüse-Meeresfrüchte mit Bärtchen – herrlich, oder?

In Italien wird Puntarelle laut Wikipedia auch cicoria asparago genannt, und das trifft den Geschmack sehr gut: wie eine Mischung aus frischem Chicorée und grünem Spargel. Zu meiner großen Betrübnis geht die Saison dem Vernehmen nach zu Ende – ich war so angetan, dass ich das Zeug derzeit dauernd essen könnte. Also ran an die Märkte, vielleicht findet ihr noch welche. Und ansonsten gibt es ja inzwischen Spargel. Ist auch nicht schlecht. Und weil Puntarelle noch nicht so wirklich ein Frühlings-Rezept sind, gibt’s oben ein kleines Berliner Frühlings-Video, bei dessen Erstellung der französische Esprit mit Arne durchgegangen ist ;-).

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Das Rezept

Zutaten:

1 Bund/Staude Puntarelle
Olivenöl
etwas Weißwein
Salz und Pfeffer
Pesto rosso oder was immer euch gefällt

Zubereitung:

Alle äußeren Blätter und um das Herz aus Sprossen auszupfen. Beiseite legen und anderweitig verwenden – die zarten eignen sich gut für einen Salat, die größeren festen, die auch etwas bitterer sind, kann man wie Mangold braten.

Aus dem freigelegten Herz bricht man nun die Sprossen mit der Hand heraus – bei vielen schaut oben noch ein Blättchen heraus, was ich sehr schick finde. Spülen und gut trocknen. In einer Pfanne Olivenöl erhitzen und die Sprossen nebeneinander hineinlegen. Von beiden Seiten kurz anbraten, bis sie leicht bräunen und mit Weißwein ablöschen. Deckel auflegen und ca. 5 Minuten garen, je nach Größe der Sprossen. Deckeln öffnen, den restlichen Wein auf hoher Temperatur schnell einköcheln. Salzen und pfeffern, auf zwei Tellern arrangieren und servieren. Wer Lust hat zu schauen, was Melanie Tolles aus Puntarelle macht, kann dies hier tun. Mit dabei ist bei ihr Strattù– vielleicht kommt das selbstgemachte Pesto rosso aus getrocknetem Tomaten, das ich verwendet habe und für das ich das Rezept demnächst nachreiche, ein ganz kleines bisschen nah. Vielen Dank für die Inspiration, liebe Melanie!

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17 thoughts on “Nice News and Nice Shoots – Schöne Neuigkeiten und schöne Schößlinge

  1. Liebe Claudia, gesehen hatte ich es schon, dass Du auf der Shortlist des PinkLady-Food-Foto-Wettbewerbs geschafft hast, und jetzt bist Du auch noch Finalistin? Wunderbar! Herzlichen Glückwunsch! Ich freue mich sehr mit Dir! Darauf einen Teller voller Puntarelle :) Dieses kuriose Gemüse habe ich dieses Jahr das erste Mal probiert und war hin und hergerissen: Geschmacklich ok, in der Zubereitung was neues, innen hohl… irgendwie ein witziges Gemüse, aber ich bleib dann doch lieber bei Chicoree & Co. ;)

    • Ganz lieben Dank für’s Mitfreuen, Julia :-)!
      Kurioses Gemüse trifft es gut – die kleinen Schößlinge sind wirklich putzig. Ich mag sie sehr gern (und habe witzigerweise erst beim Reinbeißen bemerkt, dass sie innen hohl sind, denn beim Herausbrechen war an den Bruchkanten davon nichts zu sehen). Aber ich kann verstehen, dass das nicht so ganz Deine Sache ist – der Geschmack ist ja tatsächlich nicht so prägnant wie der von Chicorée oder Spargel.

  2. Where can you buy it in Berlin? Is it available in “good” supermarkets like Rewe or Kaiser, or do you have to go to Frische Paradis and other speciality places?

    • Thanks for dropping by – I bought Puntarelle at Markthalle Neun in Kreuzberg. I haven’t spotted the crops in normal supermarkets yet, but maybe bigger and well-sorted ones might offer it. I guess farmer markets, Italian greengrocers and organic shops might be an option, too.

  3. Ich drücke ja sowas von die Daumen, liebe Claudia
    Mal wieder ein Anlass zum “fremdstolzsein”… und die Puntarelle sehen toll aus. Letztes Wochenende habe ich sie auf dem Viktualienmarkt noch gesehen.
    Liebe Grüße
    Claudia

    PS: übrigens hat das Magazin “die Bioküche” gerade Brasilien gefeatured und u.a. unseren Blog Event vom letzten Jahr vorgestellt. Da ist natürlich dein tolles Rezept, bzw. der Link dabei…

    • Ganz vielen lieben Dank, Claudia! Und fremdstolzsein ist ein tolles Wort :-).
      Dass es auf dem Viktualienmarkt noch Puntarelle gibt, glaube ich gern – es gibt schon ein paar schöne Märkte in Berlin, aber wohl nichts, was damit vergleichbar wäre.
      Du, am Samstag hatte ich ein Exemplar des Magazins im Postkasten und habe mich schrecklich gefreut. Dein wunderschönes Event hat es aber auch so was von verdient, so gefeatured zu werden!

  4. Congratulations on your nomination! Your photos are indeed amazing.
    Also, I’ve never had puntarella. But I do love both asparagus and endives. I’m going to look for it here in San Diego. :)

  5. Ganz großes Kino! Glückwunsch auch von mir, du hast es auf jeden Fall mehr als verdient zu siegen! Ich drücke dir auf jeden Fall ganz fest die Daumen. Und Puntarelle? Die habe ich schon gesehen, aber irgendwie haben sie mich nicht neugierig gemacht – du jetzt schon. Ich merke sie mir für nächstes Jahr. ;-)
    Liebe Grüße,
    Eva

    • Oh, ganz vielen Dank, liebe Eva! Ich bin schon ein bisschen aufgeregt, man hängt ja nicht alle Tage mit einem Foto in einer Ausstellung zusammen mit vielen tollen Kolleginnen und Kollegen :-).
      Puntarelle sind irgendwie eigen, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht so aussehen – ein bisschen wie exzentrisch frisierter Löwenzahn ;-). Ich bin gespannt, was Dir in der nächsten Saison dazu einfällt, wenn Du sie ausprobieren solltest! Lieben Gruß zurück :-).

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