Provençal Onion Soup in a Squash with Goat’s Cheese & Lavender Crostini – Provençalische Zwiebelsuppe im Kürbis mit Ziegenkäse-Lavendel-Crostini

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You will possibly remember the Balcony farming post with our Provence-like lavender pics some months ago? I would not have expected, but the lavender is still blooming beautifully these middle-of-September days – with just the meteorologic setting changed a lot:

lavender

 

Looking at the lovely violet bumblebee darlings and dreaming of real Provence, I had the idea of a warm autumn-at-the-door soup with some lavender involved. Later that day, I remembered my parents preparing French onion soup with croutons and cheese around this time of the year during my childhood, and while thinking of the wonderful smell that had filled the place on those occasions, I glanced at the tiny squashes on the window sill. I had bought them on the organic market that day for no special purpose, just because I’m so very fond of those beautiful petite fellows since my first attempt. Before my inner eye, a dark plate appeared with bright yellow and orange squashes, stuffed with soup, surrounded with goat’s milk cheese crostini topped with lavender blossoms.

No sooner said then done – the result was soul-food with the flavors of the south like pastis, olives, onions, squash, rosemary… We found it so beautifully vintage and rustically festive that I would like to make it my second contribution to Zorra’s immersion blender event on kochtopf (German language) which she started on the occasion of her admirable ninth blog birthday.

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Here’s my recipe

For four servings:

4 small squashes of about 500 g each (even the small ones are that heavy – you can take e.g. mini pumpkins, small patissons, or microwave squashes)
300 g white onions
300 g red onions
3 cloves of garlic
olive oil for cooking
25 ml pastis
1 laurel leave
2 medium size twigs of rosemary
600 ml vegetable stock
40 g black olives, pickled

100 g goat’s cheese (I took cheese from a roll)
8 slices of wholegrain baguette
a bit olive oil
1 clove of garlic
1 tsp. lavender blossoms, fresh or dried (crush dried blossoms slightly before using)
salt & pepper taste

squashes

 

Preparation:

Wash the squashes and cut off the lids. Take off the pits with a spoon and also take off a bit of the flesh (but be careful not to damage the bottom and sides). Cut the flesh into little cubes and put aside. Brush the squashes with a little olive oil on the inside, add a bit salt and pepper as well. Put on the lids and put to the preheated oven (190°C) for 20 minutes. Take off the lids and bake for another 10 minutes or longer, depending on the size, until the flesh is soft.

Peel the onions, roughly chop the white onions, cut the red onions into half rings. Peel the garlic cloves, clean the rosemary twigs, cut olives into halves. Cut the cheese into 16 fine slices. Heat some olive oil in a pot. Fill in the white onions and the garlic and sear at full heat. Deglaze with pastis, fill in the vegetable stock, add rosemary twigs, laurel, and squash cubes. Cook for 20 minutes with open lid.

Heat some olive oil in a pan and add the red onions. Sear for a moment and then roast gently for about 10 minutes. Take the laurel and the rosemary twigs off the soup, add cream and blend with your immersion blender (the consistency should be smooth).

Roast the baguette slices in a toaster, rub with a halved clove of garlic, brush with olive oil and add two slices of cheese to each baguette slice. Take the squashes off the oven and put the baguettes in to gratinate (for about 10 minutes).

Add the red onions to the soup, salt and pepper to taste. Fill the squashes with the soup, put olives in the middle and half-close the squash lids. Take the crostini off the oven, add some lavender blossoms on top and serve two crostini with each squash. A vibrant rosé wine will fit the dish perfectly.

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Kurz & gut

Wie man halt manchmal auf Ideen kommt – die Reste des Balkon-Kräuter- und Ackerbaus gießen, den immer noch blühenden Lavendel bewundern, dabei an die elterliche Herbst-Zwiebelsuppe aus Kindertagen denken. Später gedankenverloren die kleinen Kürbisse betrachten, die man aus dem einzigen Grund gekauft hat, das man seit kurzem total verliebt ist in diese kleinen Dinger, besonders wenn sie wie hier gefüllt sind. Und dann gibt es einen kleinen Synapsen-Kurzschluss. Zwiebelsuppe im Kürbis mit Ziegenkäse-Lavendel-Crostini. Mit Oliven, weißen und roten Zwiebeln, Pastis, Rosmarin… Ich liebe den Herbst (jedenfalls, sobald ich den Sommer-leider-zu-Ende-Blues überstanden habe)!

Und wir liebten dieses rustikale Vintage-Süppchen mit einem fast festlichen Touch. Deshalb gehe ich jetzt damit zum zweiten Mal gratulieren, und zwar zu Zorra zu ihrem unglaublichen neunjährigem Blog-Jubiläum, das sie wie schon im letzten Post beschrieben mit einem tollen Blog-Event feiert. Nochmals herzlichen Glückwunsch und auf die nächsten neun!

9 jahre kochtopf Blog-Event - Smart Speed Kitchen (Einsendeschluss 15.9.2013)

 

Das Rezept

Für vier Portionen:

4 Mini-Kürbisse à ca. 500 g (die sind tatsächlich in etwa so schwer – in Frage kommen kleine Patissons, Mini-Halloween-Kürbise, Mikrowellen-Kürbisse…)
300 g weiße Zwiebeln
300 g rote Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
Olivenöl zum Anbraten
25 ml Pastis
600 ml Gemüsebrühe
50 ml Sahne
1 Lorbeerblatt
2 mittelgroße Rosmarin-Zweige
40 g schwarze Oliven (eingelegt)

100 g Ziegenkäse-Rolle
8 Scheiben Vollkorn-Baguette
etwas Olivenöl
1 Knoblauchzehe
1 TL frische oder getrocknete Lavendel-Blüten (getrocknete Blüten mit dem Mörser leicht anquetschen)
Salz und Pfeffer

Onions

 

Zubereitung:

Die Kürbisse waschen, jeweils einen Deckel abschneiden, die Kerne und auch etwas Kürbisfleisch herauslöffeln. Dabei gut aufpassen, das vor allem am Boden genug Fleisch stehen bleibt, damit die Suppe später nicht herausläuft (mindestens 1 cm). Das Kürbisfleisch würfeln und beiseite legen. Die Kürbisse innen dünn mit Olivenöls auspinseln, etwas salzen und pfeffern. Deckel aufsetzen und im vorgeheizten Backofen (190 °C) ca. 20 Minuten backen. Deckel abnehmen und Kürbisse offen weitere 10 Minuten backen – je nach genauer Größe der Kürbisse auch länger, so lange, bis das Kürbisfleisch weich ist.

Zwiebeln schälen. Weiße Zwiebeln grob würfeln, rote Zwiebeln in schmale Halbringe schneiden. Knoblauch schälen und grob hacken, Rosmarinzweige waschen, Oliven halbieren, Käse in 16 feine Scheiben schneiden. In einem Topf einige EL Olivenöl erhitzen, darin die weißen Zwiebeln und den Knoblauch kurz und kräftig anbraten, mit Pastis ablöschen, mit Brühe aufgießen. Kürbiswürfel, Lorbeer und Rosmarinzweige zufügen, 20 Minuten ohne Deckel kräftig köcheln.

In einer Pfanne einige EL Olivenöl erhitzen, darin die roten Zwiebelringe anbraten und ca. 10 Minuten lang schmoren. Aus der Zwiebelsuppe das Lorbeerblatt und die Rosmarinzweige herausfischen, Sahne zufügen, mit dem Schneidstab auf höchster Stufe pürieren – die Konsistenz sollte leicht sämig sein.

Baguette-Scheiben toasten, mit der halbierten Knoblauchzehe einreiben, mit etwas Olivenöl bepinseln, mit je zwei Käsescheiben belegen. Kürbisse aus dem Ofen holen. Brotscheiben im Ofen ca. 10 Minuten überbacken. Rote Zwiebeln zur Suppe geben und abschmecken. Suppe in die Kürbisse schöpfen, die halben Oliven in die Mitte geben, die Deckeln halb auflegen. Crostini aus dem Ofen holen, mit Lavendel und Pfeffer aus der Mühle bestreuen und jeweils zwei davon zusammen mit einem Kürbis servieren. Dazu ein kräftiger Rosé, und wir sind dann mal weg.

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28 thoughts on “Provençal Onion Soup in a Squash with Goat’s Cheese & Lavender Crostini – Provençalische Zwiebelsuppe im Kürbis mit Ziegenkäse-Lavendel-Crostini

  1. Ich hatte dieses Mal keine Abschiedsschmerzphase – dazu war der Sommer einfach zu schön. Kürbisse gehen hier auch schon ein und aus und ich genieße die Erntefreuden! Dein Süppchen habe ich mal für den nächsten vorgemerkt. Danke!
    Liebe Grüße,
    Eva

  2. Mein letzter Kürbis war leider noch ziemlich geschmacklos – sehr enttäuschend! Aber deine Zwiebelsuppe im Kürbis sieht nicht nur wunderbar aus, sich schmeckt sicherlich auch großartig!

    • Lieben Dank, Susanne! Ich kenne den Mikrowellen-Kürbis auch erst seit kurzem, es ist der kleine gestreift-gerippte im Hintergrund, etwas größer als eine ordentliche Faust. Im vorletzten Post habe ich den fälschlicherweise als Bischofsmütze deklariert, weil das Gemüsefach falsch beschildert war, aber inzwischen bin auch ich im Bilde ;-).

  3. Oh Claudia! Was für ein Zauberwerk! Ich schau drauf und bin 2 Monate zurückversetzt. Sowas Schickes hatten wir dort aber leider nicht. Eigentlich gab es fast immer Gegrilltes und eine Tarte des Tages.
    Aber diesen herbstlichen Ausflug in das Land, in dem ich mich irgendwie heimisch fühle, (leider ohne die Sprache zu sprechen) finde ich total reizvoll! Ich habe mir neulich schon den Microwellenkürbis von dir nachgekauft. Der steht noch als Deko rum. Werde ich aber demnächst mit dieser köstlichen Suppe füllen. Allein der Gedanke, das Fruchtfleisch rauszukratzen und mit der Suppe zu schlabbern …! Hach … und ein kräfter Rosé … Claudia, nimm mich mit!

    • Oh ja, liebe Uda, lass uns durchbrennen in die Provence! Wir leben da dann einfach vom Verkauf von Tarte des Tages (die waren sicherlich köstlichst) und Suppen-Kürbissen ;-). Deine/Eure Sommerferien dort müssen traumhaft gewesen sein… Und vielen lieben Dank für Dein tolles Kompliment!

  4. Was für ein herrliches Herbstfest! Für Augen und Gaumen. Immer, wenn ich in diesen Tagen die Krise kriege, weil ich in 10 Tagen nicht, wie ursprünglich geplant, in die Provence in Urlaub fahren kann, sondern eher im feuchteren Norden landen werde, hole ich mir deine Fotos auf den Computerbildschirm. Und dann bin ich auch mal kurz weg in südlichen Gefilden und fühle mich getröstet. Ein nettes Fläschchen Rosé haben wir auch noch im Keller….
    Den Begriff “Mikrowellenkürbisse” kannte ich noch gar nicht. Da sieht man mal wieder, dass ich ein Landei bin.
    Liebe Grüße aus den hessischen Bergen.
    Heike

    • Lieben Dank, Heike! Das ist ja toll, dass Dich die Bilder ein wenig an Dein Wunsch-Urlaubsziel entführen – und ich hoffe sehr (und bin mir sicher), dass ihr auch im Norden eine wunderbare Zeit haben werdet. Irgendwie ist es in Frankreich ja überall hinreißend schön :-). Mikrowellen-Kürbis ist für mich auch neu – zugegebenermaßen finde ich die Bezeichnung nicht gerade toll, klingt irgendwie nach Fertigfutter-Packung aufreißen und ab in die Mikrowelle… Aber die kleinen Dinger sind tatsächlich sehr lecker, irgendwie ein bisschen marzipanig. Lieben Gruß zurück!

      • Liebe Claudia,
        “marzipanig” hört sich gut an! Wenn es die Minikürbisse Mitte Oktober hier noch zu ergattern gibt, werde ich mich daran versuchen. Spontan fällt mir in Zusammenhang mit “marzipanig” Eis oder Kürbispie ein. Diese plötzliche Lust auf Süßes liegt wohl am Dauerregen.
        Behalte dir die Sonne im Herzen!

  5. Oh und schon wieder so wunderbare Bilder, ich weiß, dass ich mich wiederhole, aber die Art und die Arrangements sind wirklich wunderbar. Aber haben wir schon Kürbissuppenzeit? Wo ist nur der Sommer geblieben? Hach… mein Lavenel blüht übrigens auch noch, so bleiben wenigstens noch ein paar Erinnerungen an die sonnigen Tage :)

    • Ach liebe Julia, ein so tolles Kompliment ist immer wieder wunderbar zu lesen! Vielmals danke – und Du weißt ja, dass ich Deine Foto-Kunst ebenso bewundere. Und ja, schwupps ist schon wieder Kürbiszeit, wo doch gefühlt erst vor zwei Wochen die Erdbeer-Saison begonnen hatte… Aber es bleibt uns noch ein bisschend er Lavendel ;-).

  6. Was für herrliche Kürbis Bilder. Ich habe diese kleinen Wunderwerke schon mal auf dem Kürbisfestival gesehen.
    Und um den Klavierdeckel beneide ich dich immer wieder aufs Neue ;-)
    LG
    Claudia

  7. Wieder so wunderbare Fotos – Herbst pur und von seiner schönsten Seite. Die Idee mit der Suppe im Kürbis ist grandios – erinnert mich ein bisschen an Spaghetti aus dem Parmesanlaib (was ja in Restaurants inzwischen nicht mehr erlaubt ist).

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